Bündner Jagdamt gibt tiefere Abschusszahlen für die Sonderjagd vor
Anfang Oktober hatte das Bündner Amt für Jagd und Fischerei (AJF) bereits erste Zahlen zur Hochjagd im September publiziert. Am Montag erschien nun die definitive Bilanz inklusive der Abschusspläne für die Sonderjagd.
Die Jagdbedingungen 2026 waren gemäss AJF für die Gämsjagd günstig, während die warmen Temperaturen die Bejagung des Rothirsches erschwerten. Mit 2903 erlegten Hirschen schossen Jägerinnen und Jäger weniger Tiere als im Vorjahr. «Der Rückgang ist insbesondere auf die geringere Anzahl erlegter männlicher Tiere zurückzuführen, bei den weiblichen Hirschen lag die Strecke nur leicht unter dem Vorjahreswert», so das AJF. Die Rehabschüsse lagen mit 2339 Tieren im langjährigen Mittel, bei den Gämsen spricht das AJF mit 3053 erlegten Tieren von «einer guten Strecke». In der Mesolcina wurden zudem 22 Wildschweine erlegt.
Wildschweine zum Abschuss freigegeben
Um die Abschusspläne zu erfüllen, werden für die Sonderjagd 2026 1637 weibliche Hirsche und deren Kälber sowie 241 Rehe und - beschränkt auf vier Wald-Wild-Problemgebiete - 12 Gämsen freigegeben. Der Sonderjagdplan 2026 fällt sowohl beim Hirsch als auch beim Reh leicht tiefer aus als im Vorjahr. Wildschweine sind «aufgrund steigender Bestände und zunehmender Schäden in der Landwirtschaft» unbegrenzt zum Abschuss freigegeben.
In einer AJF-Mitteilung erklärte Lukas Walser, Abteilungsleiter Wild und Jagd: «Die Jagd im November und Dezember ist wichtig, um die Abschusspläne bei den weiblichen Tieren zu erfüllen und die Zahl der Hirsche und Rehe an den Winterlebensraum anzupassen.» Dies sei für den langfristigen Erhalt gesunder und gut strukturierter Schutzwälder mitentscheidend.
Die Sonderjagd auf Hirsch und Reh findet im November und Dezember statt. Gejagt wird mittwochs, samstags und sonntags. Pro Gebiet darf gemäss AJF jeweils an höchstens zehn halben Tagen gejagt werden.