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Donau-Niedrigwasser in der Slowakei legt Weltkriegsmine frei

Slowakei

Donau-Niedrigwasser in der Slowakei legt Weltkriegsmine frei

3. August 2026, 15:48 Uhr
HANDOUT - Dieses von der Polizei der Slowakischen Republik zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen unbekannten Gegenstand, der durch den Rückgang des Wasserstands der Donau im Bezirk Komárno freigelegt wurde. Foto: -/Polizei der Slowakischen Republik via TASR/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
© Keystone/Polizei der Slowakischen Republik via TASR/-
Der niedrige Wasserstand der Donau hat in der Slowakei einen gefährlichen Gegenstand freigelegt, der sich als Anti-Schiffsmine aus dem Zweiten Weltkrieg entpuppte.

Die Polizei sperrte am Montag den Flussabschnitt bei der Gemeinde Virt im Bezirk Komarno östlich von Bratislava an der Grenze zu Ungarn für die gesamte Schifffahrt. Auch Freizeitboote durften nicht in die Nähe des Fundortes fahren.

Zunächst sprach die Polizei offiziell von einem «unbekannten Gegenstand», dessen Sicherung die vorübergehende Sperre notwendig mache. Nach ersten pyrotechnischen Untersuchungen am Fundort im ausgetrockneten Rand des Donau-Flussbetts konnte sie bekanntgeben: «Das gefundene Objekt ist als britische Anti-Schiffsmine aus dem Zweiten Weltkrieg identifiziert worden.»

Wie kommt eine Seemine in die Donau?

Im Zweiten Weltkrieg wurden strategisch wichtige Anlagen in der slowakischen Hauptstadt Bratislava intensiv bombardiert. Zerstört wurden unter anderem die Ölraffinerie Apollo und der nahegelegene Hafenbereich an der Donau. Aus der Luft abgeworfene Anti-Schiffsminen hatten den Sinn, den Transport von militärisch wichtigen Gütern auf der Donau zu verhindern.

Quelle: sda
veröffentlicht: 3. August 2026 15:48
aktualisiert: 3. August 2026 15:48