Dutzende Tote bei Angriff im Nordwesten Nigerias
Erst am Mittwoch hatten mutmassliche islamistische Extremisten im benachbarten Bundesstaat Kebbi 33 Menschen getötet. Zu dem Angriff in Zamfara hatte sich nach Angaben der Polizei keine Gruppe geäussert. Vermutet werde, dass eine kriminelle Bande hinter dem Massaker stecke. Die umgangssprachlich als Banditen bezeichneten Gruppen entführen immer wieder Menschen, um Lösegeld zu erpressen.
Der Norden Nigerias sowie angrenzende Regionen im Zentrum des Landes sind seit Jahren von Gewalt durch bewaffnete Gruppen geprägt, die teils islamistische Ziele verfolgen. Auch weitere Krisen in jeder Ecke des mit mehr als 230 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Staats Afrikas überdehnen die Kräfte des Militärs.
Zu den schwersten Angriffen in jüngster Zeit zählt ein Überfall Anfang des Monats im Bundesstaat Kwara, bei dem rund 160 Menschen getötet wurden. Für die Tat wurden ebenfalls islamistische Extremisten verantwortlich gemacht.