Erdbeben erschüttert Granada
Das Beben mit Epizentrum in Alhendín, einem südlichen Vorort von Granada, ereignete sich frühmorgens um 01.04 Uhr in einer Tiefe von zehn Kilometern. Der spanische Notruf 112 registrierte mehr als 200 Anrufe. Viele Menschen verliessen aus Angst ihre Wohnungen und verbrachten einen Teil der Nacht im Freien. Einige mussten wegen Angstzuständen behandelt werden.
«Wir sind im Dunkeln aus dem Haus gelaufen und haben nur das Handy mitgenommen», berichtete eine Anwohnerin im Fernsehsender RTVE. Der Präsident der Autonomen Gemeinschaft Andalusien, Juanma Moreno, rief die Bevölkerung auf der Nachrichtenplattform X zur Vorsicht auf. Beschädigte Fassaden und Gebäudeteile könnten sich noch lösen, warnte er.
Erschütterungen wurden in weiten Teilen Andalusiens gespürt
Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke des Bebens mit 5,2 an, Spaniens IGN-Institut mit 5,0 und das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) mit 4,9. Bei ersten Messungen sind begrenzte Abweichungen nicht ungewöhnlich. Wenige Minuten nach dem Hauptbeben folgte laut IGN ein Nachbeben der Stärke 2,6.
Besonders betroffen war die Region um Granada. Gespürt wurden die Erschütterungen nach Medienberichten jedoch in weiten Teilen Andalusiens – darunter in der Provinz Jaén, an den Küsten von Málaga und Almería sowie auch in Córdoba.
Die Stadt Granada mit 235.000 Einwohnern ist bei Touristen beliebt und unter anderem berühmt für die mittelalterliche Burg Alhambra, ein herausragendes Beispiel maurischer Architektur, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt.