Hisbollah-Chef: «Wir werden uns nicht ergeben»
«Unsere Entscheidung ist Konfrontation und Widerstand bis an die äussersten Grenzen», sagte Kassim. Israel sei seiner Ansicht nach eine «existentielle Bedrohung» für die Hisbollah, den Libanon und die gesamte Region. «Was Israel getan hat, war keine Reaktion auf einen Raketenbeschuss, sondern vielmehr ein vorsätzlich geplanter Akt der Aggression», sagte er weiter. Es sei die Pflicht der Hisbollah, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den gefährlichen Kurs fortgesetzter israelischer Aggression zu stoppen.
Israel: Hisbollah hat sich für Krieg mit Israel entschieden
Ein israelischer Armeesprecher erklärte wiederum am Abend, die Hisbollah habe sich für einen Krieg mit Israel entschieden. Seinen Angaben zufolge hat der Iran die Miliz massiv unter Druck gesetzt, in den Konflikt einzugreifen. Die Hisbollah stelle iranische Interessen über das Wohl der libanesischen Zivilbevölkerung, sagte der Sprecher.
Israels Armee versucht laut eigenen Angaben, Unbeteiligte bei ihren Angriffen auf die Hisbollah im Libanon zu schonen. Das israelische Militär kämpfe gegen die Schiitenorganisation, um israelische Zivilisten vor deren Angriffen zu schützen, erklärte der Armeesprecher weiter.
Die Hisbollah hatte in der Nacht zu Montag als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel abgefeuert. Seitdem greift das israelische Militär wieder im grösseren Umfang im Libanon an. Auch die Hisbollah schiesst weiter Raketen auf israelische Ziele.
Kassim rief zudem die Gegner der Bewegung im Libanon dazu auf, der Organisation nicht in den Rücken zu fallen. Der Regierung warf er vor, die Hisbollah verraten zu haben.