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Ischinger warnt nach Iran-Deal vor Schadenfreude gegen Trump

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Ischinger warnt nach Iran-Deal vor Schadenfreude gegen Trump

16. Juni 2026, 09:21 Uhr
ARCHIV - Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), spricht mit Mitarbeitern vor der Pressekonferenz in der Bundespressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa
© Keystone/dpa/Kay Nietfeld
Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat nach dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran vor Schadenfreude gegenüber US-Präsident Donald Trump gewarnt. Auch wenn die USA mit dem Krieg «eigentlich erstrebenswerte Ziele» nicht erreicht hätten, sei «jede Schadenfreude abwegig und falsch» sagte Ischinger im RBB-Inforadio.

«Dem Iran die Möglichkeit zu nehmen, eine militärische Nuklearfähigkeit aufzubauen, dieses Ziel teilen wir natürlich mit den USA», sagte Ischinger. «Also bitte nicht ein Tag der Schadenfreude, sondern ein Tag möglicher Sorge, dass die USA mit diesem Krieg leider anscheinend weniger erreicht haben als wünschenswert gewesen wäre», so Ischinger weiter. Er sei skeptisch, ob das vereinbarte Rahmenabkommen Stabilität und Frieden für die Region sowie eine Einhegung des Iran bringen werde.

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran in der Nacht auf Montag auf ein Rahmenabkommen hin zu einem Kriegsende verständigt, das am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll. US-Präsident Trump steht in der Kritik, dass er den Krieg ausgelöst, seine Ziele aber nicht erreicht habe.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. Juni 2026 09:21
aktualisiert: 16. Juni 2026 09:21