Konfrontation im Westjordanland – Palästinenser erschossen
Der Angreifer sei mit einem verdächtigen Gegenstand auf die Sicherheitskräfte zugerannt; ein Soldat habe auf ihn geschossen, teilte die Armee mit.
Das Gesundheitsministerium in Ramallah berichtete stattdessen, Siedler und Soldaten hätten das Dorf Burka bei Nablus angegriffen. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Laut palästinensischen Medien handelte es sich bei dem 44-Jährigen um einen Offizier der palästinensischen Sicherheitskräfte.
Nach Angaben der Armee waren die israelischen Sicherheitskräfte in das Dorf gekommen, nachdem ein Israeli durch Steinwurf verletzt worden war. Während der folgenden Konfrontation mit Dutzenden Beteiligten hätten sowohl ein weiterer Soldat als auch ein Siedler das Feuer eröffnet. Der Vorfall werde untersucht. Laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium wurden zudem 16 Palästinenser in Burka verletzt, darunter einer schwer.
Gewalt radikaler Siedler hat seit dem 7. Oktober 2023 zugenommen
Die Lage im besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg noch einmal verschärft. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden im Westjordanland seitdem mehr als 1.120 Palästinenser bei israelischen Militäreinsätzen, bewaffneten Auseinandersetzungen und Anschlägen getötet. Auch die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser hat deutlich zugenommen.