Litauen: Russland-Helfer wegen Vandalismus an Denkmal verurteilt
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen nun die zu vier, drei und zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilten Männer als organisierte Gruppe im Auftrag des russischen Militärgeheimdiensts GRU gehandelt haben. Die Verunstaltung des Denkmals zielte demnach darauf ab, die Lage in Litauen zu destabilisieren. Diese von den Angeklagten bestrittenen Vorwürfe sah das Gericht als erwiesen an. Litauens Sicherheitsbehörden zufolge sollen die in Estlands Hauptstadt Tallinn festgenommen Männer auch in den anderen baltischen Staaten ähnliche Straftaten begangen haben.
Ramanauskas-Vanagas wird in Litauen als Freiheitskämpfer verehrt und gilt als Nationalheld. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zu den Anführern der auch als «Waldbrüder» bezeichneten Partisanenverbände, die sich dem sowjetischen Besatzungsregime widersetzten. 1957 wurde Ramanauskas-Vanagas vom sowjetischen Geheimdienst KGB hingerichtet.