News
International

Nach Militärübung: Nordkorea feuert erneut Raketen ab

Nordkorea

Nach Militärübung: Nordkorea feuert erneut Raketen ab

12. September 2026, 04:57 Uhr
HANDOUT - Die von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 24.02.2026 zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt nach Angaben von KCNA den Machthaber von Nordkorea, Kim Jong Un, während einer Abschlussrede bei einem Parteikongress der Arbeiterpartei Koreas. Unabhängige Journalisten hatten keinen Zugang zu dem Ereignis, das auf diesem von der nordkoreanischen Regierung verbreiteten Bild zu sehen ist. Der Inhalt dieses Bildes ist so, wie er zur Verfügung gestellt wurde und kann nicht unabhängig überprüft werden. Das Wasserzeichen in koreanischer Sprache auf dem Bild lautet wie von der Quelle angegeben: «KCNA» ist die Abkürzung für Korean Central News Agency. (Archivfoto) (zu dpa: «Südkorea: Nordkorea feuert erneut Flugkörper ab») Foto: Uncredited/KCNA/KNS/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
© Keystone/KCNA/KNS/Uncredited
Einen Tag nach dem Ende einer Militärübung der Streitkräfte Südkoreas, der USA und Japans hat Nordkorea übereinstimmenden Angaben zufolge erneut mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert.

Die Geschosse flogen etwa 250 Kilometer weit und stürzten dann ins Japanische Meer (koreanisch: Ostmeer), wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte berichtete. Auch das für den Pazifik zuständige Regionalkommando des US-Militärs bestätigte die Raketenabschüsse und teilte mit, es habe keine Gefahr für US-Personal oder Alliierte der Vereinigten Staaten bestanden.

Raketenabschuss kurz nach Militärübung

Aus Pjöngjang lag zunächst keine Reaktion vor. Zu Beginn des fünftägigen Militärmanövers südlich und östlich der südkoreanischen Insel Jeju am Montag hatte Nordkoreas Verteidigungsminister Kim Song Gi die Übung als «provokativ» bezeichnet. Beteiligt waren unter anderem die Luftwaffe und Marine der drei Länder. Das Manöver fand nach US-Angaben in internationalen Gewässern statt.

Nordkorea hatte erst vor rund drei Wochen mehrere Kurzstreckenraketen Richtung Japanisches Meer abgefeuert. Dem abgeschotteten Land unter Machthaber Kim Jong Un ist es gemäss mehreren Resolutionen des UN-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern.

Trump liess Militärmanöver reduzieren

Mitte August machten sowohl Südkorea als auch die USA deutliche Zugeständnisse an Nordkorea. So ordnete US-Präsident Donald Trump an, ein gemeinsames Militärmanöver mit Südkorea deutlich zu reduzieren. Er verwies dabei auf seine angeblich «sehr gute Beziehung» zu Nordkoreas Machthaber Kim und sagte, er rechne damit, diesen noch in diesem Jahr zu treffen. Kim selbst hat sich zu dem Gesprächsangebot bislang nicht öffentlich geäussert.

Vergangene Woche erklärte Kim, er wolle Nordkoreas Marine zu einer atomar bewaffneten Streitmacht weiterentwickeln.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. September 2026 04:57
aktualisiert: 12. September 2026 04:57