Rom: Italien und Spanien beenden gegenseitige Grenzkontrollen
Aus Madrid gab es zunächst keine Angaben dazu. Der Streit zwischen den EU-Ländern hatte Ende Juli mit der Ankunft Zehntausender Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta begonnen.
Italien hatte damals Kontrollen an Häfen und Flughäfen eingeführt, Spanien zog nach. Die Massnahmen liefen bislang bis zum heutigen Donnerstag. Die Entscheidung, sie nun nicht weiter zu verlängern, sei nach sorgfältiger Analyse der Lage gefallen, teilte das italienische Innenministerium mit. Zugleich solle der Informationsaustausch zwischen beiden Ländern verstärkt werden, um die Sicherheit des Schengenraums zu gewährleisten, hiess es weiter.
Zuvor Schlagabtausch zwischen Rom und Madrid
Die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Rom und die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez in Madrid liegen wegen des Umgangs mit Flüchtlingen seit längerem im Streit. Italien hatte die Kontrollen mit Risiken für die innere Sicherheit und der Gefahr einer «terroristischen Unterwanderung» begründet. Spaniens Aussenminister José Manuel Albares hatte die Massnahme als «Schande» bezeichnet.
Rom argumentierte bei der Einführung der Kontrollen, die Grenzen müssten wegen des Andrangs von Migranten auf Ceuta geschützt werden. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass sich von dort jemand auf den Weg gemacht hätte. Die Migranten durften nicht einmal auf das spanische Festland. Die nun vereinbarte Entscheidung der Innenminister folge auf ein Treffen von Meloni und Sánchez beim Europäischen Rat vergangene Woche, hiess es aus Rom.