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Rom: Italien und Spanien beenden gegenseitige Grenzkontrollen

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Rom: Italien und Spanien beenden gegenseitige Grenzkontrollen

22. Oktober 2026, 12:51 Uhr
ARCHIV - Matteo Piantedosi, Italiens Innenminister, während einer Pressekonferenz nach dem Kabinett der Minister. Foto: Lapresse / Roberto Monaldo/Zuma Press/dpa
© Keystone/Zuma Press/Lapresse / Roberto Monaldo
Italien und Spanien wollen nach Angaben des italienischen Innenministeriums ihre gegenseitigen Grenzkontrollen nicht weiter verlängern. Darauf hätten sich die Innenminister beider Länder, Matteo Piantedosi und Fernando Grande-Marlaska, in einem Telefongespräch verständigt, teilte das Ministerium in Rom mit.

Aus Madrid gab es zunächst keine Angaben dazu. Der Streit zwischen den EU-Ländern hatte Ende Juli mit der Ankunft Zehntausender Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta begonnen.

Italien hatte damals Kontrollen an Häfen und Flughäfen eingeführt, Spanien zog nach. Die Massnahmen liefen bislang bis zum heutigen Donnerstag. Die Entscheidung, sie nun nicht weiter zu verlängern, sei nach sorgfältiger Analyse der Lage gefallen, teilte das italienische Innenministerium mit. Zugleich solle der Informationsaustausch zwischen beiden Ländern verstärkt werden, um die Sicherheit des Schengenraums zu gewährleisten, hiess es weiter.

Zuvor Schlagabtausch zwischen Rom und Madrid

Die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Rom und die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez in Madrid liegen wegen des Umgangs mit Flüchtlingen seit längerem im Streit. Italien hatte die Kontrollen mit Risiken für die innere Sicherheit und der Gefahr einer «terroristischen Unterwanderung» begründet. Spaniens Aussenminister José Manuel Albares hatte die Massnahme als «Schande» bezeichnet.

Rom argumentierte bei der Einführung der Kontrollen, die Grenzen müssten wegen des Andrangs von Migranten auf Ceuta geschützt werden. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass sich von dort jemand auf den Weg gemacht hätte. Die Migranten durften nicht einmal auf das spanische Festland. Die nun vereinbarte Entscheidung der Innenminister folge auf ein Treffen von Meloni und Sánchez beim Europäischen Rat vergangene Woche, hiess es aus Rom.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. Oktober 2026 12:51
aktualisiert: 22. Oktober 2026 12:51