Rubio: USA setzen bei Strasse von Hormus auf Hilfe aus China
Die Chinesen hätten aus mehreren Gründen ein Interesse an einer Lösung der Situation in der aktuell weitgehend unpassierbaren Meerenge, betonte Rubio. So sässen etwa auch chinesische Schiffe aktuell im Persischen Golf fest. Rubio verwies zudem darauf, dass Chinas Wirtschaft exportorientiert sei und unter den weltweiten wirtschaftlichen Belastungen durch die Krise in der Meerenge leide, da andere Länder in der Folge weniger chinesische Produkte kaufen würden.
Rubios Aussagen stehen im Kontrast zu Äusserungen Trumps. Auf die Frage, ob Xi im Iran-Krieg hilfreich sein könne, antwortete der US-Präsident vor seinem Abflug nach China: «Ich denke, wir brauchen im Iran überhaupt keine Hilfe.»
In der für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Strasse von Hormus belastet seit längerem eine Art Pattsituation der Kriegsparteien die Weltwirtschaft: Der Iran machte die Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen nach Beginn des Kriegs am 28. Februar weitgehend unpassierbar. Die USA reagierten darauf mit einer Blockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.
China gehört zu den wichtigsten Partnerländern Teherans und fordert seit Beginn des Kriegs, die Durchfahrt in der Strasse von Hormus wieder zu gewährleisten.