Selenskyj: 314 russische Soldaten in Pokrowsk
Um Pokrowsk sei eine grosse russische Gruppierung zusammengezogen worden. «Für Russland ist es sehr wichtig, alles dafür zu tun, um Pokrowsk real zu erobern», erklärte Selenskyj. Moskau wolle so den USA zeigen, dass sie Erfolge auf dem Schlachtfeld haben und das ostukrainische Industriegebiet Donbass erobern können. Bei den ebenfalls in der Region Donezk gelegenen Städten Siwersk, Kramatorsk und Kostjantyniwka hätten die russischen Truppen trotz ständiger Angriffe aber «keine Erfolge».
Ukraine widerspricht Moskauer Darstellung
Im benachbarten Gebiet Charkiw habe es hingegen Geländegewinne für die ukrainische Seite gegeben. «Kupjansk - wir sind 1.100 bis 1.200 Meter vorgestossen», sagte Selenskyj. Bei der Stadt Wowtschansk nahe der russischen Grenze verschlechtere sich die Lage, und die Kremltruppen bereiteten weitere Vorstösse vor.
Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Unterstützung seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen die russische Invasion. Kremlchef Wladimir Putin hatte mehrfach erklärt, dass die ukrainischen Truppen in den Städten Pokrowsk und Kupjansk eingekreist seien. Selenskyj und der ukrainische Generalstab wiesen das stets zurück. Vereinzelt wird Kiew für den bisher ausgebliebenen Rückzugsbefehl aus Pokrowsk und der Nachbarstadt Myrnohrad kritisiert.