SVP-Politiker Marchesi übernimmt Regierungssitz von Lega-Mann Zali
Zali war am 30. September nach einer aufsehenerregenden Rechts- und Medienaffäre von seinem Amt zurückgetreten. Als Erstplatzierter der Nachrückliste bei den Kantonswahlen 2023 hat der 45-jährige Piero Marchesi am Mittwochmorgen seinen Treueeid auf die Verfassung und die Gesetze geleistet.
Mit Marchesis Ernennung kehrt die SVP nach einem Unterbruch von fast 100 Jahren in den Staatsrat zurück. Denn von 1922 bis 1927 gehörte Raimondo Rossi vom «Gruppo agrario popolare» dem Staatsrat an. Marchesi, bis vor Kurzem Nationalrat und von Beruf Treuhänder, trat im Jahr 2000 in die Politik ein, als Mitglied der Gemeindeverwaltung von Monteggio im Malcantone (westlich von Lugano). Dort wurde er 2012 zum Gemeindepräsidenten gewählt.
2019 wurde Marchesi in den Nationalrat gewählt und 2024 zum Präsidenten der Tessiner Deputation in den eidgenössischen Räten ernannt. Piero Marchesi wird sein Amt mindestens bis zu den nächsten Kantonswahlen im April 2027 ausüben und darüber hinaus, sollte er in seinem Mandat bestätigt werden.
Marchesi im Departement für Raumordnung
An seiner ersten ordentlichen Sitzung in neuer Zusammensetzung hat der Staatsrat Piero Marchesi mit der Leitung des Departements für Raumordnung betraut. Zudem wird er als Stellvertreter von Norman Gobbi, der sein Departement behält, an der Spitze des Departements für Institutionen fungieren.
Die Aufteilung der übrigen Departemente bleibt unverändert. Raffaele De Rosa behält das Departement für Gesundheit und Soziales, Christian Vitta das Departement für Finanzen und Wirtschaft und Marina Carobbio Guscetti das Departement für Bildung, Kultur und Sport. Letztere bleibt zudem bis zum Ende der Legislaturperiode Regierungspräsidentin und De Rosa Vizepräsident.