Trump attackiert Meloni nach ihrer Kritik an Papst-Schelte
Dem Papst hatte Trump vorgeworfen, eine «schreckliche» Aussenpolitik zu betreiben. Er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Offensichtlich hatte sich Leo mit seinen Appellen für ein Ende der aktuellen Kriege den Zorn des Weissen Hauses zugezogen. Leo machte später deutlich, sich nicht einschüchtern zu lassen. Meloni nannte Trumps Worte dann «inakzeptabel».
Trump: «Ich bin schockiert über sie»
Trump zeigte sich in dem nach Angaben des «Corriere della Sera» telefonisch abgehaltenen Interview überhaupt enttäuscht von Meloni. «Ich bin schockiert über sie. Ich dachte, sie hätte Mut. Ich habe mich geirrt», sagte er. Sie leiste «keinerlei Hilfe, um Öl zu beschaffen», warf Trump ihr mit Blick auf den Konflikt mit dem Iran vor. Er könne sich nicht vorstellen, dass dies den Italienern gefalle.
Immer wieder kritisiert Trump internationale Partner, dass sie sich nicht aktiver im Iran-Krieg einbringen. Streitpunkte waren unter anderem die Nutzung von Militärstützpunkten sowie eine Mission zur Öffnung der Strasse von Hormus. Meloni ihrerseits lehnte mit Blick auf den Iran-Krieg von Anfang an eine italienische Beteiligung ab. Zuletzt hatte Italien auch US-Flugzeugen die Landung auf einem Stützpunkt auf der Mittelmeerinsel Sizilien verweigert.
Trump und Meloni eigentlich enge Verbündete
Italiens rechte Ministerpräsidentin zählt in Europa eigentlich zu den Regierungschefs, die einen guten Draht zu Trump haben. Meloni hatte immer wieder versucht, als Brückenbauerin zwischen der EU und der Trump-Regierung zu agieren. Trump wiederum lobte die Politikerin mehrfach. Unter anderem nannte er sie «unglaublich» und eine «sehr erfolgreiche Politikerin».