USA kündigen weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom an
Vergangene Woche waren in den drei Ortschaften Frun, Srifa und Sautar al-Gharbija im Südlibanon sogenannte Pilotzonen gemäss dem trilateralen Rahmenabkommen eingerichtet worden. In diesen Bereichen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die mit Israel verfeindete Hisbollah-Miliz entwaffnen, während sich die israelische Armee schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.
Der Mitarbeiter des US-Aussenministeriums betonte, die USA würden nach den «erfolgreichen» Eindrücken aus den Pilotzonen «mit grossem Optimismus» in die weiteren Gespräche gehen. «Die Erfahrungen aus den ersten Zonen werden uns helfen, die Umsetzung der Pilotzone zu optimieren, sodass sie schrittweise ausgeweitet werden kann», sagte er.
Die libanesische und israelische Regierung führen seit Mitte April direkte politische Gespräche – es sind die ersten seit Jahrzehnten, nachdem die Fronten infolge des Nahost-Konflikts lange Zeit verhärtet gewesen waren. Ziel ist aktuell, die Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz zu festigen, die im Libanon lange wie ein Staat im Staate agierte. Die libanesische Regierung selbst ist keine Kriegspartei. Die USA vermitteln in den Gesprächen, an denen wiederum die Hisbollah nicht beteiligt ist. Offiziell unterhalten Israel und der Libanon keine diplomatischen Beziehungen miteinander.