News
International

Vier Angeklagte verweigern im Bondo-Prozess die Aussage

Prozess

Vier Angeklagte verweigern im Bondo-Prozess die Aussage

24. August 2026, 09:47 Uhr
Im Bergell verloren bei einem Bergsturz im Jahr 2017 acht Personen ihr Leben.
© KEYSTONE/ALADIN KLIEBER
Neun Jahre nach dem Bergsturz von Bondo hat am Montag der Prozess gegen fünf Personen begonnen. Ihnen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft forderte bei einem Schuldspruch «eine angemessene Bestrafung».

Beim Unglück verloren 2017 acht Menschen ihr Leben. Vor dem Regionalgericht Maloja sind am Montag zwei Kantonsvertreter, ein externer Geologe sowie zwei Vertreter der Gemeinde Bregaglia angeklagt. Die zentrale Frage dreht sich darum, ob damals ein grosser Bergsturz innert weniger Tage, Wochen oder Monate absehbar war.

Zu Prozessbeginn wurden die fünf Angeklagten befragt. Die ersten vier Angeklagten verweigerten die Aussage auf sämtliche Fragen des Gerichts. Einer der Vertreter des kantonalen Amts fürs Natur und Umwelt gab eine kurze Erklärung ab, in der er betonte, er habe 2018 gegenüber der Kantonspolizei Graubünden seine Einschätzungen in einem ausführlichen Bericht als Mitautor dargelegt. Diese Aussagen seien zuverlässiger als jene, die er nun aus der Erinnerung wiedergeben könne.

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. August 2026 09:47
aktualisiert: 24. August 2026 09:47