Beschuldigter bestreitet Schüsse auf Polizei in Watt
Er lege Wert darauf, dass er in der Untersuchung nie «ich will nichts dazu sagen», sondern «ich habe keine Antwort» gesagt habe, betonte der 51-jährige Nordmazedonier zu Beginn der Befragung vor Gericht. Dabei blieb er auch am Montag. Geschossen habe er sicher nicht, da er gar nicht da war, sagte der in Hamburg wohnhafte Pfleger. Er habe sich zu dem Zeitpunkt in einer Wohnung in Regensdorf aufgehalten.
Der Richter hielt ihm vor, dass an der Waffe seine DNA gefunden wurde. Die Pistole lag noch am Tatort. «Ich habe keine Antwort darauf, wie die DNA auf Waffe und Munition gekommen ist», sagte der Beschuldigte. Er könne sich das nicht erklären. Auch an einem Stoffsack vor Ort, durch den geschossen wurde, fanden die Ermittler seine DNA. Dazu könne er ebenfalls nichts sagen.
Mindestens vier Schüsse
Eine Anwohnerin hatte gegen 22.20 Uhr am 17. Januar 2024 die Polizei gerufen, weil sich eine verdächtige Person seit geraumer Zeit unter einem Baum bei ihrem Haus in Watt aufhalte. Auf die ausgerückten Polizisten wurde dann laut Anklage mehrfach geschossen.
Am Morgen befragte das Gericht einen Sachverständigen zur Schussrekonstruktion. Er hatte das forensische Gutachten erstellt. Der Experte sagte, dass sicher festgestellt wurde, dass vier Schüsse abgefeuert wurden. So wurden etwa Patronenhülsen und Schussbeschädigungen gefunden. Es könnten auch mehr Schüsse gewesen sein. Allerdings habe er nicht feststellen können, wo der Schütze jeweils stand und auf wen geschossen wurde.