Die junge Garde am Sonntag besser als die Routiniers
Beim Weltcupspringen vom Sonntag hatte die junge Garde im Schweizer Team das Sagen, während die Routiniers Gregor Deschwanden, Simon Ammann und Killian Peier den Finaldurchgang verpassten. Und die drei Jungen nutzten den Wettkampf, der sich wegen wechselnder Winde in die Länge zog, für ein Karriere-Bestresultat: Dies ist für den Gstaader Sandro Hauswirth neu Platz 23 (zuvor 26), den Luzerner Juri Kesseli ein 24. Rang (zuvor 29.) und für Yanick Wasser aus dem Linth-Gebiet Platz 26 (zuvor 28).
Seit Deschwanden ausser Form geraten ist, liegen für Swiss-Ski keine Spitzenplätze mehr drin. Und der Kampf um die drei Olympiatickets droht für die Selektionäre eine knifflige Angelegenheit zu werden. Das Septett mit den drei Routiniers und den vier Jungen - Felix Trunz war am Samstag 25. geworden - bewegt sich derzeit auf demselben Niveau. Auch das Aufgebot für die Vierschanzentournee wird zu Diskussionen führen. Die zwei Springen vom Samstag und Sonntag brachten keine Klarheit.
Während die Schweizer Adler jeweils um die Finalteilnahme kämpfen müssen, stellen die grossen Nationen wie Deutschland, Österreich, Japan, Slowenien, Norwegen und Polen eine Vielzahl von Podestanwärtern. Am Sonntag gewann mit Ryoyu Kobayashi ein grosser Name. Der Japaner ist wieder in Olympia-Form - vor vier Jahren in Peking liess er sich Gold und Silber umhängen. Der 29-Jährige fing im Finaldurchgang noch den Slowenen Domen Prevc ab, der zuvor fünfmal in Serie gewonnen hatte. Platz 3 ging mit Felix Hoffmann nach Deutschland.
Schweizer Frauen enttäuschen
Das zweite Weltcupspringen von Engelberg fiel für die Schweizer Frauen ernüchternd aus: Simone Buff und Rea Kindlimann scheiterten in der Qualifikation. Und nach einem ansprechenden Sprung in der Qualifikation misslang der Engelbergerin Sina Arnet der erste Durchgang, sodass es ihr knapp nicht in den zweiten Durchgang reichte. Am Samstag hatte die 20-Jährige vor heimischem Publikum mit Platz 16 überzeugt.