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Hügli stellt in Luzern Schweizer Rekord auf

Leichtathletik

Hügli stellt in Luzern Schweizer Rekord auf

16. Juli 2026, 20:57 Uhr
Leonie Hügli stellt in Luzern einen Schweizer Rekord auf
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Leonie Hügli gelingt bei Spitzenleichtathletik Luzern ein Schweizer Rekord im Speerwurf. Auch weitere Schweizer überzeugen beim Meeting.

Die 21-Jährige Leonie Hügli übertraf mit 62,18 Metern den bisherigen nationalen Rekord um 24 cm. Erst vor zwei Monaten hatte sie diesen selbst aufgestellt. Insgesamt übertraf Hügli die 60-Meter-Marke am Donnerstagabend zum erst dritten Mal in ihrer Karriere. Sie sicherte sich damit überlegen den Sieg. Zweite wurde die Deutsche Julia Ulbricht mit 60,03 Metern.

Der Rekordwurf gelang Hügli erst im letzten Versuch. Zuvor musste die Athletin des LC Kirchberg zwei Fehlversuche hinnehmen und kam in den übrigen Anläufen nicht über 55 Meter hinaus.

«Ich hatte etwas Mühe. Beim letzten Wurf dachte ich, ich muss einfach Freude haben. Das hat funktioniert», sagte Hügli nach ihrem Wettkampf im SRF-Interview. «Es ist mega cool, so etwas zuhause zu machen und es mit allen zu teilen.»

Hügli ist für die in knapp einem Monat in Birmingham beginnende EM bereit. Ihre starke Form hatte sie bereits beim Meeting in Zagreb Ende Juni unter Beweis gestellt, als sie sich ebenfalls den Sieg gesichert hatte.

Weitere Schweizer überzeugen

Neben Hügli überzeugten in Luzern auch weitere Schweizer Spitzenathleten. Timothé Mumenthaler belegte über 200 m den zweiten Platz und realisierte in 20,31 Sekunden eine persönliche Saisonbestleistung. Einzig Prince Phaezel Selepe verhinderte den Schweizer Sieg um sechs Hundertstel. Auch Jason Joseph belegte den 2. Rang. Über 110 m Hürden lief er in seinem ersten Rennen seit Anfang Juni eine Zeit von 13,38 Sekunden. Den Sieg sicherte sich Mondray Barnard mit zwei Hundertsteln Vorsprung.

Bei den Frauen überzeugte Stabhochspringerin Angelica Moser. Die 28-Jährige sicherte sich den Sieg mit einem Sprung über 4,61 m. Ebenfalls siegreich beendete die 200-m-Läuferin Fabienne Hoenke ihren Wettkampf auf der Allmend. Sie stellte erst am vergangenen Freitag bei ihrer Diamond-League-Premiere in Monaco einen U23-Schweizer-Rekord auf. An die 22,50 von vor einer Woche kam sie jedoch nicht heran, ihre Zeit betrug 22,78.

Annik Kälin, die erst vor kurzem im Siebenkampf noch einen Schweizer Rekord aufstellte, schloss den Weitsprung-Wettkampf auf dem 2. Platz ab.

Kambundji braucht noch Rennen

Keine optimale Leistung gelang Mujinga Kambundji. Nach der Geburt ihres ersten Kindes im vergangenen November lief sie über 100 m eine Zeit von 11,58. Bei ihrem Comeback in Bulle am vergangenen Wochenende hatte sie mit 11,33 überzeugt.

«Ich merke, dass ich noch Rennen brauche. Es tut mir gut, viele Rennen zu haben, mit guter Konkurrenz», sagte Kambundji im TV-Interview. «Ich merke schon, dass der Körper noch nicht ganz da ist. Ich war recht schnell recht fit, aber für die Topzeiten braucht es nochmals einen Schritt und nochmals etwas Zeit.»

Der Sieg über 100 m ging an die Jamaikanerin Tina Clayton, beste Schweizerin war Géraldine Di Tizio-Frey als Vierte, mit einer Zeit von 11,20 Sekunden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. Juli 2026 20:57
aktualisiert: 16. Juli 2026 20:57