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Kanton Luzern und die Gemeinden einigen sich finanziell

Kantonsfinanzen LU

Kanton Luzern und die Gemeinden einigen sich finanziell

31. März 2026, 00:01 Uhr
Der Kanton Luzern und seine Gemeinden haben einen finanzpolitischen Konsens gefunden. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Der Kanton Luzern und die Gesamtheit seiner Gemeinden haben sich finanziell positiv entwickelt. Für künftige gemeinsame Herausforderungen konnten sie einvernehmliche Lösungen finden.

Seit 2019 hätten der Kanton und die Gemeinden als Ganzes durchgehend Ertragsüberschüsse erzielt, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit. Die Verschuldung sei deutlich zurückgegangen.

Dies geht aus dem Entwicklungsbericht 2025 hervor. Bei einem genaueren Blick zeigen sich aber zwischen den Gemeinden teils erhebliche Unterschiede.

Es seien auch gegensätzliche Trends festgestellt worden, teilte die Staatskanzlei mit. Die Stadt Luzern und ein Teil der Zentrumsgemeinden hätten sich finanziell deutlich besser entwickelt als gewisse ländliche und periphere Kommunen.

Ähnliche Entwicklung

Gemäss dem Bericht schritten die beiden Staatsebenen insgesamt «bemerkenswert» ähnlich voran. So waren sie teilweise von einer starken Kostensteigerung betroffen: In den Gemeinden traf es vor allem die Sparten Bildung und Soziales, beim Kanton stiegen die Ausgaben für Bildung und Gesundheit stark.

Auch für die Zukunft geht der Bericht von Gemeinsamkeiten aus: Sowohl der Kanton wie auch die Mehrheit der Gemeinden erwarten in den nächsten Jahren negative Rechnungsabschlüsse. Es seien deswegen Massnahmen nötig, heisst es in der Mitteilung.

Altlasten bereinigt

Bei diesen Massnahmen geht es vor allem darum, die restlichen Differenzen aus der Aufgaben- und Finanzreform AFR 18 zu bereinigen. Auch die Kostenaufteilung für E-Government, Kultur und Kindertagesstätten gehören dazu. In den Jahren 2027 bis 2030 wird dies für den Kanton gemäss der Mitteilung zu einer finanziellen Mehrbelastung von total 42 Millionen Franken führen.

Der Entwicklungsbericht 2025 geht auf einen Auftrag des Kantonsrats zurück. Er wurde zusammen vom Regierungsrat und dem Vorstand des Verbands Luzerner Gemeinden (VLG) erarbeitet.

Der VLG teilte mit, der Bericht sei die Grundlage für eine zukunftsweisende Zusammenarbeit bei der weiteren finanziellen Entwicklung von Kanton und Gemeinden. Die «Altlasten» aus dem AFR 18 seien nun geregelt, beim E-Government, bei der Kultur und bei den Kitas hätten «einvernehmliche Lösungen gefunden» werden können.

Quelle: sda
veröffentlicht: 31. März 2026 00:01
aktualisiert: 31. März 2026 00:01