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Luzerner Stadtrat fordert Reduktion des Fluglärms um Emmen LU

Verteidigung

Luzerner Stadtrat fordert Reduktion des Fluglärms um Emmen LU

22. September 2026, 18:28 Uhr
Gemäss Plänen des Bundes soll es dereinst gut 1090 Flugbwegugnen des Kampfjets F-35 auf dem Militärflugplatz Emmen LU geben. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Der Luzerner Stadtrat fordert vom Bund mittel- bis langfristig eine Reduktion des Fluglärms um den Militärflugplatz in der Nachbargemeinde Emmen. Die Belastung soll auch nach der Einführung des neuen Kampfjets F-35 nicht steigen.

Bereits heute seien die Stadtteile Reussbühl und Ruopigen vom Fluglärm erheblich betroffen, hielt der Stadtrat am Dienstag in einer Mitteilung fest. Vor diesem Hintergrund stellte die Stadt Forderungen an das Verteidigungsdepartement des Bundes, das in Hinblick auf die Einführung des F-35 Objektblätter für die Militärflugplätze Emmen, Meiringen BE und Payerne FR überarbeitet und dazu Kantone und Gemeinden anhört. Gemäss den Plänen des Bundes ist die Einführung des F-35 in Emmen ab 2032 geplant.

Die Stadt Luzern fordert die Beschränkung der Flugbewegungen mit dem neuen Flugzeugtyp auf 1000 pro Jahr. Das sind etwas weniger als die vom Bund vorgesehenen 1090 Starts und Landungen im Jahr.

Die Flugpause soll im Sommer auf die sechs Wochen Schulferienzeit erweitert werden, verlangt die Stadt weiter. Überdies soll der Bund auf dem Flugplatz Emmen Lärmmessungen vornehmen und dokumentieren.

Emmen fordert Entschädigung

Der F-35 gilt als deutlich lauter als das bisherige Kampfflugzeug F/A-18. Deshalb wird sich die Lärmbelastung auch trotz der ungefähren Halbierung der Flugbewegungen gegenüber heute nicht wesentlich reduzieren, wie auch die Standortgemeinde Emmen befürchtet.

Emmen forderte deshalb im April eine Lärmentschädigung vom Bund, wie der Gemeinderat damals mitteilte. Die Lärmbelastung treffe die Standortattraktivität der Gemeinde, hiess es damals.

Der Bund sieht in seiner Armeebotschaft 2026 Lärmschutzmassnahmen an den Militärflugplätzen für 30 Millionen Franken vor. Diesen Plänen stimmte das Bundesparlament im September zu. Einen Antrag für eine Erhöhung des Kredits für den Lärmschutz auf 88 Millionen Franken lehnte es jedoch ab.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. September 2026 18:28
aktualisiert: 22. September 2026 18:28