Stadtrat Luzern will auf dem Utenberg Wärmeverbund realisieren
Die Stadt soll den Wärmeverbund ab Herbst 2026 bauen und ein Jahr später in Betrieb nehmen. Dafür beantragt der Stadtrat dem Grossen Stadtrat einen Sonderkredit von 5,55 Millionen Franken, wie die Stadt am Dienstag mitteilte.
Das Erdsondenfeld mit 40 Sonden soll unter dem Rasensportplatz der Kinder- und Jugendsiedlung (KJU) entstehen. Der ehemalige Öltankraum des Schulhauses soll künftig die Wärmezentrale beherbergen.
Heute verursachen die 30 bis 40 Jahre alten Öl- und Gasheizungen Emissionen von rund 340 Tonnen CO2 pro Jahr. Der Wärmeverbund soll bloss 20 Tonnen CO2-Ausstoss verursachen.
Zusatzkredit für Heizumstellungen
Die Stadt Luzern will bis 2030 alle fossilen Heizungen in städtischen Liegenschaften, welche die Stadt selbst für die eigenen Aufgaben nutzt, durch erneuerbare Alternativen ersetzen. Damit sollen insgesamt 2175 Tonnen CO2 eingespart werden. Dies ist Teil der 2022 von der Stimmbevölkerung verabschiedeten Klima- und Energiestrategie der Stadt.
Der bisher für den Ersatz der Heizsysteme bewilligte Kredit von 12,8 Millionen Franken reicht jedoch nicht für sämtliche Liegenschaften aus, wie «vertiefte Abklärungen» gezeigt hätten. Der Stadtrat beantragt deshalb einen Zusatzkredit von 1,65 Millionen Franken. Für Mehrkosten sorgten etwa bauliche Massnahmen beim Einbau von Wärmepumpen, Sanierungen der Liegenschaftsentwässerung sowie Baubewilligungsverfahren.
Seit 2023 seien zehn Heizsysteme ausgewechselt worden. Als Nächstes stehen Heizungsumstellungen beim Stadthaus, dem Richard Wagner Museum sowie den Schulhäusern Unterlöchli, Felsberg und Geissenstein an. Im kommenden Jahr soll für die denkmalgeschützten Liegenschaften Rathaus und Am-Rhyn-Haus in der Altstadt eine Machbarkeitsstudie erstellt werden.