Abtreibungsgegner ziehen Zürcher Entscheid zu Demo-Standort weiter
Der Verein will den Entscheid der Stadt an die nächste Instanz weiterziehen, wie er am Montag mitteilte. Die Stadt Zürich hatte dem Umzug vom 19. September wegen Sicherheitsbedenken erneut den Marktplatz in Oerlikon zugewiesen.
Die Veranstalter sehen darin eine Einschränkung ihrer Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Eine Demonstration brauche öffentliche Sichtbarkeit, die am Stadtrand fehle.
Sicherheitsprobleme müssten an der Wurzel gepackt werden, argumentiert das Organisationskomitee. Die Aggression von Gegendemonstranten müsse unterbunden werden. Im vergangenen Jahr habe die Polizei bewiesen, dass sie den Anlass trotz Störversuchen schützen könne. Dies zeige, dass eine Durchführung auch im Zentrum möglich sei.
Die Abtreibungsgegner führen ihren Marsch seit 2021 mit jeweils 1000 bis 2000 Teilnehmenden in Zürich-Oerlikon durch. Dort kam es wiederholt zu unbewilligten Gegendemonstrationen. Die Veranstalter wehren sich seit Jahren auf dem Rechtsweg gegen die Verbannung aus der Innenstadt.