Basler Autorin Ingeborg Kaiser ist im Alter von 95 gestorben
Ingeborg Kaiser wurde 1930 im bayrischen Neuburg an der Donau geboren. Sie zog 1960 nach Basel und erreichte als Lyrikerin sowie mit ihren erzählerischen Recherchen zur Politikerin Rosa Luxemburg Bekanntheit.
Die literarische Karriere begann mit dem Erzählband «Staubsaugergeschichten» (1975) und dem Roman «Die Ermittlung über Bork» (1978). Insgesamt schrieb sie sieben Romane, mehrere Erzählbände und Hörspiele sowie sieben Lyriksammlungen, darunter «Galgenmut» (2007).
Ihre Stücke «Freitagabend I» und «Freitagabend II» wurden am Stadttheater Chur uraufgeführt, wo sie 1984/85 Hausautorin war. In ihrem letzten und autobiografisch gefärbten Roman «Wegtanzen» verarbeitete sie Erinnerungen an die Kindheit in Nazi-Deutschland.
Kaiser erhielt mehrere Auszeichnungen wie den Deutschen Kurzgeschichtenpreis und den Pro Litteris Förderpreis 2012. Ihr Nachlass wird vom Schweizerischen Literaturarchiv betreut.