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Bund sieht Ölversorgung der Schweiz derzeit gesichert

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Bund sieht Ölversorgung der Schweiz derzeit gesichert

9. März 2026, 14:46 Uhr
Sollte es wegen der Lage im Nahen Osten zu Versorgungsengpässen bei Mineralölprodukten kommen, hat der Bund Massnahmen vorbereitet. Zu den vorhandenen Vorräten zählen Autobenzin, Diesel- und Heizöl. (Archivbild)
© KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI
Die Versorgung der Schweiz mit Mineralölprodukten ist nach Einschätzung des Bundes derzeit trotz der angespannten Lage im Nahen und Mittleren Osten gesichert.

Der Markt verfüge international wie national über ausreichend Erdöl und Erdölprodukte, sagte ein Sprecher des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) der Nachrichtenagentur AWP am Montag auf Anfrage.

Indirekte Auswirkungen über die Weltmärkte seien aber möglich. Wie sich der Konflikt weiter auf die Energieversorgung auswirke, sei jedoch kurz- und mittelfristig unklar und hänge unter anderem von einer möglichen Blockade der Strasse von Hormus ab.

Die Akteure der wirtschaftlichen Landesversorgung beobachten die Situation. Für den Fall von Versorgungsengpässen seien Massnahmen vorbereitet. So könnte der Bund Pflichtlager für Mineralölprodukte freigeben, erklärte der Sprecher weiter. Diese könnten den Bedarf der Schweiz für etwa drei bis viereinhalb Monate decken.

Zu den vorhandenen Vorräten zählen Autobenzin, Diesel- und Heizöl. Aber auch für Flugpetrol gibt es eine solche Reserve. Das BWL schloss dazu mit Firmen Pflichtlagerverträge ab.

Solche Reserven wurden zuletzt im Oktober 2022 teilweise freigegeben, unter anderem wegen logistischer Probleme bei Rheintransporten. Damals war der Transport auf dem Rhein angesichts historisch tiefer Pegelstände schwierig geworden. Die entsprechende Verordnung lief im Oktober 2023 aus.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. März 2026 14:46
aktualisiert: 9. März 2026 14:46