Cyberangriff auf Holcim - Hacker erbeuten grosse Datenmenge
Hinter dem Angriff steht die Ransomware-Gruppe Emperador, wie das Fachmagazin «Inside IT» berichtet. Holcim bestätigt auf Anfrage des Mediums, man habe einen «begrenzten, unbefugten Zugriff auf Daten sowie deren Entwendung festgestellt.» Was für Daten sich in dem erbeuteten Paket befinden, gibt Holcim nicht bekannt.
Die industriellen Steuerungssysteme, Produktionsstandorte und Logistiknetzwerke seien jedoch nicht betroffen. Der Geschäftsbetrieb sowie die Belieferung der Kunden laufe uneingeschränkt weiter. Nach Entdeckung des Vorfalls hätten Holcims Sicherheitsexperten Massnahmen zur Eindämmung ergriffen und eine Untersuchung eingeleitet.
Die Bande Emperador ist laut «Inside IT» erst seit August aktiv und hat in dieser Zeit bereits rund 80 Angriffe durchgeführt. Bei einer Ransomware-Attacke setzten Cyberkriminelle auf eine doppelte Erpressungsmethode: Daten werden entwendet und gleichzeitig die Systeme der angegriffenen Organisation verschlüsselt, sodass diese ihre Daten von den Angreifern zurückkaufen müssen. Ob Holcim eine solche Lösegeldforderung erhalten hat, ist nicht bekannt.