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Die Schweiz wird wegen Racial Profiling in Strassburg verklagt

Rassismus

Die Schweiz wird wegen Racial Profiling in Strassburg verklagt

16. Dezember 2025, 09:20 Uhr
Wilson A. zieht gegen die Schweiz vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg. Er wirft der Polizei Racial Profiling vor. Im Bild steht er im Jahr 2018 vor dem Zürcher Bezirksgericht, als die beteiligten Polizisten freigesprochen wurden. (Archivbild)
© KEYSTONE/WALTER BIERI
Ein mutmassliches Opfer von Racial Profiling zieht vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg. Wilson A. aus Nigeria soll im Jahr 2009 in Zürich von Polizisten angegriffen worden sein.

Der mittlerweile 52-Jährige wolle künftige Fälle von Racial Profiling und rassistischer Polizeigewalt verhindern, teilte er am Dienstag mit. Die Schweizer Justiz wolle den eigenen institutionellen Rassismus offenbar nicht angehen.

Auslöser war ein Vorfall im Oktober 2009, als Wilson A. mit einem ebenfalls dunkelhäutigen Freund in Zürich im Tram auf dem Heimweg von einer Party war. Ein Polizist und eine Polizistin verlangten ihre Ausweise, nach Aussagen von Wilson A. einzig wegen ihrer Hautfarbe.

Dann hätten die Polizisten sich grundlos auf ihn gestürzt, ihn mit Pfefferspray und Schlägen eingedeckt und ihn gewürgt. Die beteiligten Polizisten wurden freigesprochen. Gemäss Polizei verhielt sich Wilson A. von Anfang an unkooperativ und aggressiv.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. Dezember 2025 09:20
aktualisiert: 16. Dezember 2025 09:20