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Die Tramhaltestelle Bahnhofquai als besondere Baustelle in Zürich

Bauprojekt

Die Tramhaltestelle Bahnhofquai als besondere Baustelle in Zürich

3. August 2026, 13:01 Uhr
So soll die Haltestelle Bahnhofquai ab Dezember aussehen. Sie ist im Inventar, was einen vorsichtigen Umgang beim Umbau bedingte.
© Visualisierung Joos & Mathys Architekten
Die Tramhaltestelle Bahnhofquai wird derzeit witterungsfest und barriefefrei gebaut. Noch bis Dezember dauern die Arbeiten, eine besondere Herausforderung mitten in der Stadt Zürich.

44'000 Passagierinnen und Passagiere nutzen die Tramhaltestelle Bahnhofquai täglich. Eigentlich. Am Montag waren nur rund 20 Arbeiter mit Schalen und anderen Arbeiten beschäftigt. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember soll die Baustelle beendet sein, im Dezember 2025 gingen die Arbeiten los. 29 Millionen Franken investiert die Stadt Zürich.

«Es ist eine grosse Materialschlacht, um das Projekt in einem Jahr durchzubringen», sagte Christian Meier vom Tiefbauamt der Stadt Zürich vor den Medien. Die Baustelle sei quasi eine Insel mitten im Verkehr, was auch bei der Anlieferung berücksichtigt werde müsse.

Fahrstreifen sperren sei bei dieser Verkehrsachse mit dem Autobahnzubringer und der Rettungsachse nicht möglich, so steht auch der Kran innerhalb der Haltestelle.

Alle sollen trocken bleiben

Einiges wurde bereits erledigt, die neuen Geleise sind verlegt. Die alten waren an ihrem Lebensende angekommen. Derzeit sind die Arbeiter damit beschäftigt, das Dach der Wartehalle zu verlängern. Bisher mussten die Passagiere auf einem Teil der Haltestelle ungeschützt warten, «ein grosses Bedürfnis» werde abgedeckt, sagte Meier. Auch die Zugänge zum Shop-Ville werden noch eingehaust.

Das neue Dach wird armiert, am Street-Parade-Samstag dann in der Nacht betoniert. «Tagsüber wäre es zu heiss für diesen Beton», erklärte Meier. Eine Herausforderung ist auch, dass die bisherige Wartehalle aus den 1950er-Jahren im Inventar ist. Damit muss vorsichtig umgegangen werden, die Haltestelle soll erhalten bleiben. Der neue Teil des Dachs soll gleichzeitig so gestaltet sein, dass es «wie aus einem Guss» aussieht.

Trinkpausen und Nachtarbeiten

Neben Geleisen und Dach ist auch der barrierefreie Zugang Teil des Projekts. Die Haltekanten mussten erhöht und geradlinig erstellt werden. Zu Beginn der Arbeiten wurde dafür ein Teil der Dächer zurückgebaut.

Nicht zuletzt ist die Haltestelle fast überall unterhöhlt. Unter anderem liegt die zentrale Anlieferung des Hauptbahnhofes darunter, ein weiterer Grund für einen vorsichtigen Umgang auf der Baustelle.

In diesem Hitzesommer auf der Baustelle zu arbeiten, ist kein Zuckerschlecken. Laut Meier gibt es für die Arbeiter als Schutz vor der Hitze gratis Sonnenschutz, Trinkpausen «wie an der WM» und wenn möglich Arbeiten in der Nacht.

Bauarbeiten sind im Zeitplan

Die Baustelle mitten In Zürich hat ein Jahr lang grosse Auswirkungen auf den Tramverkehr. Fünf Tramlinien fahren auf neuen Strecken. Zudem gibt es mit den Tramlinien 50 und 51 zwei zusätzliche Verbindungen, die eigens wegen der Baustelle geschaffen wurden. Diese führen vom Kreis 5 Richtung Oerlikon.

Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass bis zum Fahrplanwechsel im Dezember alles bereit ist. «Wir sind im Zeitplan», sagte Meier am Montag. Der Rohbau soll bis Oktober stehen. Bis am 23. November müssten die Fahrleitungen installiert sein, auch die Gestaltung der Haltestelle mit Bänken, Billettautomaten und dem Kiosk steht noch an.

Quelle: sda
veröffentlicht: 3. August 2026 13:01
aktualisiert: 3. August 2026 13:01