FIS mit Millionendefizit - keine WM 2028
Die FIS ist laut den beim Council-Meeting am Donnerstag in Genf präsentierten Zahlen zwar weiterhin schuldenfrei und zahlungsfähig, das Eigenkapital sank im Zeitraum von 2021 bis 2025 unter Ex-Präsident Johan Eliasch aber um fast 50 Prozent von 81 auf 43 Millionen Franken.
Diese alarmierenden Zahlen veranlassten Neo-FIS-Chef Alexander Ospelt zum sofortigen Handeln. «Die FIS befindet sich in einer kritischen Phase, die sofortiges und entschlossenes Handeln erfordert. Der FIS-Council billigte alle erforderlichen strukturellen und finanziellen Massnahmen, die nun gemeinsam mit den nationalen Skiverbänden und anderen Partnern ausgearbeitet und umgesetzt werden», sagte Ospelt und nannte als Ziele die Wiederherstellung der Finanzdisziplin und den Wiederaufbau finanzieller Nachhaltigkeit.
Der im Juni bei der Präsidentenwahl hauchdünn gegen Eliasch siegreiche Ospelt will unter anderem mit deutlich reduzierten Personal- und Verwaltungskosten gegensteuern. Strategische Fehlentscheide der vergangenen Jahre sollen ausgebügelt oder rückgängig gemacht werden.
Mehr Einnahmen will Ospelt künftig durch jährliche Weltmeisterschaften generieren. Seine diesbezüglichen Pläne stossen aber unter anderen bei Marco Odermatt und Franjo von Allmen auf Ablehnung. Kurzfristig kommen wird eine zusätzliche WM nun aber nicht. Der FIS-Council entschied sich nämlich dazu, die Idee einer WM 2028 zu verwerfen. An dem Konzept eines zusätzlichen Grossereignisses ab 2032 halte man aber fest, wurde bekräftigt.