Grünen-Präsidentin Mazzone kandidiert 2027 erneut für den Ständerat
Ihre erneute Kandidatur begründe sie unter anderem mit der fehlenden Frauenvertretung im Genfer Ständerat. «Heute ist die Hälfte der Bevölkerung nicht vertreten: die Frauen», sagte Mazzone in dem am Montag publizierten Gespräch.
Sie wolle auch im Parlament einen Beitrag zur Bewältigung der grössten Herausforderungen leisten. «Das Haus brennt, die Klimakrise ist da - auch in der Schweiz!», sagte sie. Die Grünen wollten bei den Wahlen 2027 zudem zusätzliche Ständeratssitze gewinnen und die Zehn-Prozent-Marke beim Wähleranteil knacken.
Ihren heutigen Oppositionskurs sehe Mazzone nicht als Widerspruch zu einer erneuten Tätigkeit im Ständerat. Sie habe bereits während ihrer Amtszeit bewiesen, dass sie mit anderen Parteien Kompromisse schmieden könne. «Aber gleichzeitig ist für mich auch klar: Man gewinnt als progressive Kraft nur, wenn man deutlich sagt, für welche Werte man einsteht.»
Zudem bekräftigte Mazzone den Anspruch der Grünen auf einen Sitz im Bundesrat. Es brauche eine Partei in der Landesregierung, die dem Klima erste Priorität einräume. Gemeinsam mit der SP sehe sie ein «Opportunitätsfenster», um dies zu erreichen. Sie gehe davon aus, dass sich die Sozialdemokraten für progressive Kräfte im Bundesrat engagierten.