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Hantavirus: Crewmitglied der «Hondius» ist Schweizer

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Hantavirus: Crewmitglied der «Hondius» ist Schweizer

9. Mai 2026, 12:09 Uhr
Das Schweizer Crewmitglied der «Hontius» hatte Kontakt zu Infizierten, sagte BAG-Direktorin Anne Lévy. (Archivbild)
© KEYSTONE/AP
Auf dem von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiff «Hondius» befindet sich auch ein Schweizer Crewmitglied. Der Mann habe keine Symptome, sei aber eine Kontaktperson, sagte die Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit in der SRF-«Samstagsrundschau».

Denn an Bord hatte der Mann Kontakt zu Infizierten. Er sei immer noch auf dem betroffenen Schiff. «Es geht ihm gut zum Glück», sagte Anne Lévy, Direktorin des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), zu Schweizer Radio SRF. In der Verantwortung sei nun die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sobald das Schiff auf der Insel Teneriffa ankommt, werde die WHO entscheiden, was mit den Patientinnen und Patienten passiert, so Lévy weiter.

Der Betreiber Oceanwide Expeditions erklärte, derzeit zeige niemand auf der «Hondius» Symptome. Laut dem Betreiber soll die «Hondius» voraussichtlich am Sonntagmorgen im Hafen von Granadilla auf Teneriffa ankommen.

Nach dem Anlegen in dem Hafen der spanischen Insel vor der Westküste Afrikas lägen die medizinischen Schritte und die mögliche Heimreise der Passagiere in der Hand der Behörden. Das Schiff war am Mittwochabend von Kap Verde in Richtung der Kanarischen Inseln aufgebrochen. Ursprünglich hatte die «Hondius» ihre Reise Anfang April im Süden Argentiniens begonnen.

Die WHO sprach in einem Update am späten Freitagabend von sechs bestätigten Hantavirus-Fällen und zwei Verdachtsfällen. Drei dieser acht Personen sind gestorben. Bei ihnen handelt es sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland.

Schweizer Patient in gutem Zustand

Der Schweizer Patient, der sich auf dem Kreuzfahrschiff «Hondius» mit dem Hantavirus angesteckt hat, befindet sich derweil weiterhin im Universitätsspital Zürich (USZ). Das BAG sei mit ihm in Kontakt, sein Zustand sei gut, sagte Lévy in der «Samstagsrundschau» weiter. Das USZ teilte am Samstagmittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit, dass der Mann «seit dem Eintritt am 4. Mai stabil» sei.

Seine Ehefrau befindet sich nach Angaben des BAG als Vorsichtsmassnahme weiterhin in häuslicher Isolation. Das Ehepaar hatte das Kreuzfahrtschiff bereits Ende April verlassen und kehrte in die Schweiz zurück. In der Folge entwickelte der Mann Symptome.

Und auch eine in Genf wohnhafte Person befindet sich in häuslicher Isolation. Sie sei auf einem Flug von der Insel St. Helena nach Johannesburg in Südafrika gewesen, auf dem sich auch eine schwer erkrankte Person befunden habe, hiess es am Freitag vom BAG. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sei die Kontaktperson nicht gewesen.

«Schön ist für mich zu sehen, dass die Leute extrem selbstverantwortlich sind», sagte Lévy zur Selbstisolation der Betroffenen. Das BAG erwartet derweil keine weiteren Infektionen mehr in der Schweiz: «Es geht ein paar Tage, bis man weiss, ob jemand krank ist oder nicht. Aufgrund der Tatsache, dass sich bislang niemand mehr gemeldet hat, sind wir zuversichtlich», so Lévy.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. Mai 2026 12:09
aktualisiert: 9. Mai 2026 12:09