Langnaus frühe Show in Lausanne
Das gibt's doch gar nicht! Das mögen sich die 8671 Zuschauer in der Arena zu Malley gedacht haben. Lausanne, das sechs der letzten sieben Heimspiele teils auf dominante Art und Weise gewann, kassierte gegen Langnau Gegentor um Gegentor. Die Langnauer schossen in den ersten 16:25 Minuten mehr Tore, als Lausanne in den ersten 20 Minuten zu Torschüssen kam (nur 4). Lausanne wechselte vor Beginn des zweiten Drittels schon zweimal den Goalie (und insgesamt bis zum Ende dreimal). Zum finalen 9:3-Auswärtssieg der Emmentaler steuerten André Pettersson, Jérôme Bachofner und Nando Eggenberger jeweils zwei Tore bei.
Zwergers Rückkehr nach Ambri
Der Österreicher Dominic Zwerger kehrte mit dem EHC Biel erstmals nach Ambri-Piotta zurück, wo er von 2017 bis 2026 acht Saisons lang gespielt hatte. Wie schon beim ersten Aufeinandertreffen gegen Ambri (in Biel) gelang Zwerger ein Tor. Aber auch das zweite Duell endete mit einem 4:3 für Ambri, diesmal nach Penaltyschiessen. Biel machte zwar innerhalb von 53 Sekunden aus einem 1:2 ein 3:2, konnte aber nicht verhindern, dass der Finne Roby Järventie in der 53. Minute ausglich und auch das Penaltyschiessen mit einem erfolgreichen ersten Versuch in Ambris Bahnen lenkte.
Zug dreht Partie im Mitteldrittel
Zug drehte beim 7:2-Sieg gegen Lugano im Mitteldrittel einen 0:1-Rückstand (16.) in eine 4:1-Führung (34.). Das 3:1 und 4:1 erzielten Tomas Tatar und Gregory Hofmann innert 13 Sekunden, wobei Hofmanns Treffer ein Fehler von Luganos Goalie Robert Mayer vorausging. Für den Ausgleich der Gastgeber zeichnete Sven Senteler (26.) verantwortlich, ehe Vinzenz Rohrer im Powerplay (28.) das 2:1 gelang. Senteler (48.) und Rohrer (50.) trafen im letzten Drittel nochmals und haben nun je sieben Saisontore auf dem Konto. Damit gewann der EVZ auch sein zweites Heimspiel in der laufenden Meisterschaft. Gleichzeitig beendete er eine Serie von vier Niederlagen gegen die Bianconeri, die zum neunten Mal in den letzten 13 Partien verloren. (sfy)
Verlängerung dauerte nur sieben Sekunden
Servette-Genève stoppte den Abwärtstrend und landete den ersten Sieg nach zuvor vier Niederlagen in Serie. Gerade einmal sieben Sekunden waren in Rapperswil-Jona in der Verlängerung gespielt, als Simon Le Coultre zum 2:1 für die Gäste traf. Zuvor hatte Dominic Lammer das Heimteam in die Overtime gerettet und die Hoffnungen der St. Galler auf den dritten Sieg innerhalb von fünf Tagen aufrecht erhalten. So aber jubelten am Ende die Genfer zum zweiten Mal im zweiten Duell dieser Saison gegen Rapperswil-Jona. (pavo)
Verteidigertore des ZSC
Die ZSC Lions siegten in Bern vor nur 13'855 Zuschauern mit 4:1. Trotz der Siegesserie des SCB kamen weniger als 14'000 Zuschauer in die PostFinance-Arena. Patrick Geering (zum 1:0) und Yannick Weber (zum 4:1) erzielten ihre ersten Saisontore. Die beiden Verteidiger erhielten von den ZSC Lions noch keine Offerten für die Verlängerung ihrer Ende Saison auslaufenden Verträge. Der SCB, der öfter aufs Tor schoss als der Gast (33:26), kassierte bloss 108 Sekunden nach dem Anschlusstreffer das 1:3.
Spektakel in Kloten
Eine Spektakelpartie lieferten sich Kloten und Ajoie. Kloten führte bis zur 43. Minute mit 4:1, verspielte diese Drei-Tore-Führung aber innerhalb von fünfeinhalb Minuten, setzte sich am Ende dennoch mit 7:4 durch. Klotens Import-Spieler machten den Unterschied aus: Artu Ruotsalainen (2 Tore/1 Assist), Pontus Aberg (1/2) und Max Lindroth (0/3) kamen alle zu drei Skorerpunkten. Und Simon Johansson verliess das Eis mit einer Plus-4-Bilanz.
Gottéron wieder besser als Davos
Auch die zweite Direktbegegnung von Fribourg und Davos nach dem Playoff-Final der letzten Saison gewann Gottéron. Marcus Sörensen traf in der 26. Minute nach bloss sechs Powerplay-Sekunden zum 2:1 für Fribourg. Christophe Bertschy setzte eine Sekunde vor Schluss den Schlusspunkt mit dem 3:1 ins leere Tor.
Matchtelegramme:
Bern - ZSC Lions 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)
13'855 Zuschauer. - SR Ruprecht/Sjöqvist, Huguet/Gurtner. - Tore: 23. Geering (Lammikko) 0:1. 29. Lehtonen (Balcers, Lammikko/bei 5 gegen 3) 0:2. 48. Bemström (Scherwey) 1:2. 50. Sigrist (Baechler) 1:3. 57. Weber (Frödén, Balcers) 1:4 (ins leere Tor). - Strafen: je 2mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Mitchell; Malgin.
Bern: Von Burg; Mitchell, Dionicio; Rhyn, Barandun; Balestra, Lindholm; Kindschi, Kreis; Bemström, Aaltonen, Grossniklaus; Merelä, Abols, Mottard; Müller, Baumgartner, Alge; Ritzmann, Graf, Scherwey.
ZSC Lions: Hrubec; Weber, Berni; Kukan, Marti; Lehtonen, Geering; Schwendeler; Knak, Malgin, Andrighetto; Frödén, Grant, Balcers; Bader, Lammikko, Gruber; Riedi, Sigrist, Baechler; Baltisberger.
Bemerkungen: Bern ohne Milano (überzähliger Ausländer), Marchon (gesperrt), Lehmann und Rohrbach (beide verletzt), ZSC Lions ohne Strömwall (überzähliger Ausländer). Bern von 56:06 bis 56:16 ohne Torhüter.
Fribourg-Gottéron - Davos 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)
9620 Zuschauer (ausverkauft). - SR Tscherrig/Kaukokari, Bürgy/Altmann. - Tore: 4. Borgström (Reber, Sörensen) 1:0. 17. Nussbaumer (Parrée, Schreiber) 1:1. 26. Sörensen (Johnson, De la Rose/Powerplaytor) 2:1. 60. (59:59) Bertschy (De la Rose) 3:1 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Faribourg-Gottéron, 4mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Sörensen; Zadina.
Fribourg-Gottéron: Waeber; Jecker, Johnson; Streule, Seiler; Rathgeb, Kapla; Grangier; Bertschy, De la Rose, Schild; Sörensen, Borgström, Reber; Nicolet, Schmid, Richard; Boppart, Dorthe, Hedlund.
Davos: Aeschlimann; Gernat, Frick; Minder, Jung; Allard, Van der Kaaij; Bächler; Frehner, Corvi, Zadina; Kessler, Jäger, Tambellini; Steiner, Blandisi, Lemieux; Schreiber, Nussbaumer, Parrée.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Glauser, Marchon, Nemeth, Taibel und Walser (alle verletzt), Davos ohne Egli, Hollenstein, Waidacher (alle krank), Andersson, Asplund, Gross und Ryfors (alle verletzt). Davos ab 58:13 ohne Torhüter.
Lausanne - SCL Tigers 3:9 (0:6, 1:1, 2:2)
8671 Zuschauer. - SR Borga/Piechaczek, Steenstra/Duc. - Tore: 6. Gian Meier 0:1. 8. Eggenberger (Kinnunen) 0:2. 12. André Petersson (Bachofner) 0:3. 14. (13:06) Björninen (Allenspach, Mäenalanen/Powerplaytor) 0:4. 15. (14:25) Bachofner (Emil Pettersson, Kinnunen/Powerplaytor) 0:5. 17. André Petersson (Kinnunen, Emil Pettersson/Powerplaytor) 0:6. 29. Rüegsegger (Carrick, Zehnder) 1:6. 34. Eggenberger (Nussbaumer, Kinnunen) 1:7. 45. (44:03) Bachofner (Emil Pettersson, André Petersson) 1:8. 46. (45:49) Allenspach (Mäenalanen, Baltisberger) 1:9. 51. Fuchs (Suomela) 2:9. 55. Zehnder (Carrick, Holdener/Unterzahltor!) 3:9. - Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Fust) plus Spieldauer (Fust) gegen Lausanne, 1mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Fuchs; Emil Pettersson.
Lausanne: Pasche (12.-20., ab 41. Huet); Fora, Baragano; Heldner, Carrick; Vouardoux, Sansonnens; Loeffel, Fiedler; Riat, Suomela, Fuchs; Simic, Kurashev, Caggiula; Rüegsegger, Vidal, Zehnder; Holdener, Bougro, Fust.
SCL Tigers: Meyer; Noah Meier, Riikola; Kinnunen, Nussbaumer; Gian Meier, Baltisberger; Mathys, Lehmann; Allenspach, Björninen, Mäenalanen; André Petersson, Emil Pettersson, Bachofner; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Eggenberger; Petrini, Ramsauer, Wagner.
Bemerkungen: Lausanne ohne Brännström, Czarnik, Lazar, Marti, Miller und Oksanen (alle verletzt), SCL Tigers ohne Erni, Lapinskis, Salzgeber (alle verletzt) und Dahlen (krank).
Zug - Lugano 7:2 (0:1, 4:0, 3:1)
7180 Zuschauer (ausverkauft). - SR Lemelin/Fritschi, Schlegel/Francey. - Tore: 16. Thomson (Powerplaytor) 0:1. 26. Senteler (Petrovic) 1:1. 28. Rohrer (Kubalik/Powerplaytor) 2:1. 34. (33:06) Tatar (Tobias Geisser, Rohrer) 3:1. 34. (33:19) Hofmann (Senteler) 4:1. 42. Lycksell (Olsson) 4:2. 48. Senteler (Hofmann) 5:2. 50. Rohrer (Kubalik) 6:2. 58. Guerra (Hofmann) 7:2. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 4mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Rohrer; Innala.
Zug: Genoni; Diaz, Sklenicka; Moverare, Stadler; Tobias Geisser, Riva; Guerra; Tatar, Kovar, Wingerli; Künzle, Rohrer, Kubalik; Petrovic, Senteler, Hofmann; Gredig, Leuenberger, Antenen; Wey.
Lugano: Mayer; Aebischer, Brian Zanetti; Thomson, Müller; Enea Togni, Alatalo; Cjunskis; Fazzini, Sanford, Aleksi Peltonen; Kupari, Tanner, Innala; Olsson, Shore, Lycksell; Besanidis, Morini, Henry; Davide Togni.
Bemerkungen: Zug ohne Bengtsson, Egli, Martschini und Schneller (alle verletzt), Lugano ohne Bertaggia, Canonica, Dahlström, Guebey, Jesper Peltonen, Simion, Thürkauf und Marco Zanetti (alle verletzt).
Ambri-Piotta - Biel 4:3 (1:1, 1:0, 1:2, 0:0) n.P.
5707 Zuschauer. - SR MacFarlane/Stricker, Cattaneo/Muggli. - Tore: 13. Kodytek (Muggli, Pestoni/Powerplaytor) 1:0. 19. Skinner (Sylvegard) 1:1. 23. Manix Landry 2:1. 44. (43:45) Zwerger 2:2. 45. (44:38) Sablatnig (Neuenschwander) 2:3. 53. Järventie (Schnarr/Powerplaytor) 3:3. - Penaltyschiessen: Järventie 1:0, Skinner -; Schnarr 2:0, Rajala -; Joly -, Andersson -; Müller -, Neuenschwander -. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Järventie; Sylvegard.
Ambri-Piotta: Senn; Dario Wüthrich, Pezzullo; Heed, Worge Kreü; Bachmann, Isacco Dotti; Zaccheo Dotti, Häfliger; De Luca, Schnarr, Järventie; Joly, Kodytek, Müller; Muggli, Heim, Borradori; Pestoni, Manix Landry, Lukas Landry.
Biel: Säteri; Söderström, Stampfli; Trutmann, Aeschbach; Bichsel, Zryd; Christen, Burren; Rajala, Andersson, Zwerger; Sablatnig, Neuenschwander, Skinner; Hofer, Cajka, Sylvegard; Villard, Vermin, Bärtschi.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Virtanen und Philip Wüthrich (beide verletzt), Biel ohne Grossmann, Haas, Iakovenko und Sever (alle verletzt).
Rapperswil-Jona Lakers - Genève-Servette 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) n.V.
3926 Zuschauer. - SR Stolc/Arpagaus, Meusy/Urfer. - Tore: 36. Kneubuehler (Karrer) 0:1. 56. Lammer (Fritz, Larsson) 1:1. 61. (60:07) Le Coultre (Vesey) 1:2. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Larsson; Vesey.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Jelovac, Pilut; Bisig, Larsson; Maier, Dufner; Quinn; Jensen, Rask, Fritz; Labanc, Albrecht, Lammer; Moy, Dünner, Wetter; Graf, Hornecker, Herzog; Hofer.
Genève-Servette: Charlin; Vouardoux, Le Coultre; Karrer, Henauer; Sutter, Chanton; Meile; Bozon, Jooris, Vesey; Puljujärvi, Müller, Ignatavicius; Miranda, Verboon, Douay; Lemyre, Hedlund, Kneubuehler; Dandois.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Capaul, Ustinkov, Zangger (alle verletzt) und Segafredo (krank), Genève-Servette ohne Boqvist, Granlund, Hischier, Manninen, Praplan, Rod, Rutta, Saarijärvi und Untersander (alle verletzt).
Kloten - Ajoie 7:4 (2:1, 1:0, 4:3)
3713 Zuschauer. - SR Wiegand/Castelli, Bachelut/Humair. - Tore: 1. (0:31) Aberg (Lindroth) 1:0. 15. Meyer (Derungs, Aberg/Powerplaytor) 2:0. 20. (19:50) Anttoni Honka (Nättinen, Smirnovs/Powerplaytor) 2:1. 31. Ramel (Aberg, Johansson) 3:1. 43. (42:15) Ruotsalainen (Luoto, Lindroth/Powerplaytor) 4:1. 43. (42:36) Julius Honka (Devos, Tanus) 4:2. 47. Diem (Turkulainen, Fey) 4:3. 49. Anttoni Honka (Powerplaytor) 4:4. 56. Ruotsalainen (Lindroth/Powerplaytor) 5:4. 58. (57:35) Puhakka (Johansson, Ruotsalainen) 6:4. 59. (58:33) Ramel (Luoto) 7:4 (ins leere Tor). - Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Kloten, 7mal 2 plus 5 Minuten (Brown) plus Spieldauer (Brown) gegen Ajoie. - PostFinance-Topskorer: Puhakka; Tanus.
Kloten: Berra; Johansson, Lindroth; Sidler, Rupli; Profico, Bernd Wolf; Golubev; Aberg, Ruotsalainen, Puhakka; Weibel, Ramel, Luoto; Rafael Meier, Schäppi, Derungs; Liniger, Henry, Meyer; Simon Meier.
Ajoie: Antoine Keller; Anttoni Honka, Zgraggen; Julius Honka, Fey; Christe, Pilet; Kellenberger, Horak; Turkulainen, Smirnovs, Tanus; Robin, Brown, Nättinen; Wick, Devos, Cormier; Tarchini, Diem, Berthoud.
Bemerkungen: Kloten ohne Delémont, Gignac, Hausheer, Hügli, Körbler, Prassl und Schlumpf (alle verletzt), Ajoie ohne Patenaude, Sopa (beide krank), Cavalleri, Gerber (beide verletzt) und Carr (gesperrt). Ajoie von 57:50 bis 58:33 ohne Torhüter.