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Mehrheit der Mitgliedsverbände gegen umstrittene FIFA-Pläne

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Mehrheit der Mitgliedsverbände gegen umstrittene FIFA-Pläne

31. Juli 2026, 07:30 Uhr
Der FIFA-Hauptsitz am Zürichberg
© KEYSTONE/EDDY RISCH
Die Investorenpläne der FIFA stossen auf immer mehr Gegenwind. Mit dem Asiatischen Fussballverband stellt sich nun ein dritter Kontinentalverband gegen die Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Der Asiatische Fussballverband (AFC) hat am Freitag die UEFA und die CONCACAF unterstützt, die sich gegen den Plan der FIFA stellen, eine kommerzielle Gesellschaft zu gründen, die auch privaten Investoren offenstehen soll. In einer Mitteilung erklärte die AFC, sie wolle «die Weltmeisterschaft schützen».

Der aus 47 Mitgliedsverbänden bestehende Kontinentalverband erklärte, angesichts der Positionen von UEFA und CONCACAF sowie der beispiellosen Spaltung im Weltfussball könne das vorgeschlagene Unternehmen FFE (FIFA Forward Enterprise) realistischerweise nicht den breiten Konsens und die notwendige Einigkeit erreichen, um voranzukommen.

Ohne das Vorhaben ausdrücklich abzulehnen, vertritt die AFC die Auffassung, dass jeder Vorschlag, der die Einheit und den universellen Charakter der Fussball-WM gefährden könnte, überdacht werden müsse.

Die Stellungnahme der AFC folgte einen Tag, nachdem die Mitglieder der Europäischen Fussball-Union UEFA der FIFA mit einem WM-Boykott gedroht hatten, falls diese den angekündigten Investorendeal durchzieht. Auch der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Kontinentalverband CONCACAF mit den WM-Gastgebern USA, Mexiko und Kanada lehnt die Investorenpläne geschlossen ab.

FIFA will an Investorenplan festhalten

Die FIFA selbst erklärte am Freitag, dass sie ihr Vorhaben zur Gründung einer kommerziellen Tochtergesellschaft, die auch für ausländische Investoren offen sein soll, trotz wachsender Kritik weiterverfolgen werde.

«Unser geplanter Konsultationsprozess wurde durch irreführende Medienberichte gestört», erklärte der Weltverband in einer Mitteilung. Weiter hiess es: «Wir werden diesen Konsultationsprozess fortsetzen, um sicherzustellen, dass jeder Mitgliedsverband seine Stimme auf der Grundlage der tatsächlichen Fakten abgeben kann.»

Widerstand erschwert Infantino die Mehrheit

Mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte, etwa an der Weltmeisterschaft, will die FIFA eine Milliardensumme einspielen. Laut übereinstimmenden Berichten setzte der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Der Stichtag für die Zustimmung der 211 Verbände soll demnach der 19. September sein.

Mit den 55 Stimmen aus Europa, den 35 aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik und den 47 aus Asien dürfte es für FIFA-Präsident Gianni Infantino schwierig werden, eine Mehrheit für seine Pläne zu finden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 31. Juli 2026 07:30
aktualisiert: 31. Juli 2026 07:30