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Planted: Nach schnellem Wachstum folgt Personalabbau

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Planted: Nach schnellem Wachstum folgt Personalabbau

21. April 2026, 13:25 Uhr
Planted beschäftigt gemäss der Gewerkschaftszeitung «Work» derzeit rund 150 Personen, davon 46 in der Produktion. Ende 2025 waren es laut eigenen Angaben noch 200 Personen - Mitte 2023 sogar rund 240.
© KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER
Der Fleischersatzhersteller Planted hat seine Belegschaft in den letzten Monaten reduziert. Besonders auf Führungsebene häuften sich die Abgänge. Das Unternehmen spricht von einer Massnahme zur Steigerung der Effizienz.

Mehrere Führungskräfte haben das ETH-Spin-off Planted in den vergangenen neun Monaten verlassen. Zu ihnen zählen die ehemalige Kommunikationschefin, die Nachhaltigkeitsverantwortliche, die Qualitätsleiterin, die Marketing-Schweiz-Chefin sowie der Schweizer Produktionschef, wie aus LinkedIn-Profilen hervorgeht.

Laut ehemaligen Beschäftigten ist das kein Zufall: «Aus Kostendruck wurden viele erfahrene Mitarbeitende durch junge Unerfahrene ausgetauscht oder gar nicht ersetzt», sagt eine Person, die anonym bleiben will, der Nachrichtenagentur AWP. Grund dafür seien unter anderem die hohen Kosten für eine neue Fabrik in Deutschland, die im vergangenen Jahr eröffnet wurde.

Planted beschäftigt gemäss der Gewerkschaftszeitung «Work» derzeit rund 150 Personen, davon 46 in der Produktion. Ende 2025 waren es laut eigenen Angaben noch 200 Personen - Mitte 2023 sogar rund 240. Über die letzten Jahre fielen also etwa 90 Stellen weg. Eine Massenentlassung (ab 10 Prozent der Belegschaft) meldete das Unternehmen nie.

Strukturen überprüft

«Nach mehreren Jahren sehr schnellen Wachstums haben wir unsere Organisation im letzten Jahr gezielt weiterentwickelt und an die nächste Phase angepasst», sagt eine Sprecherin auf Anfrage. Dabei seien Strukturen überprüft und Prioritäten geschärft worden.

«Das beinhaltete auch personelle Entscheidungen, die uns nicht immer leicht gefallen sind», betonte die Sprecherin. Das Unternehmen sei nun «effizienter aufgestellt» und für nachhaltiges Wachstum gut positioniert. Die Nachfrage nach den veganen Produkten sei zudem weiterhin stark.

Seit der Gründung im Jahr 2019 hat Planted insgesamt rund 115 Millionen Franken erhalten. Zu den Geldgebern zählen der Unternehmer Stephan Schmidheiny, der Schweizer Nati-Goalie Yann Sommer und der US-Investor L Catterton.

Seit 2021 produziert das Unternehmen im Zürcher Kemptthal. Im Juni 2025 wurde eine zweite Fabrik im bayerischen Memmingen eröffnet. Diese sollte die Produktionskapazität verdoppeln und über 50 neue Arbeitsplätze schaffen. Laut der Sprecherin befindet sich der Grossteil der Mitarbeitenden weiterhin in der Schweiz.

Planted erzielt seinen Umsatz zur Hälfte im Detailhandel und zur anderen Hälfte in Restaurants. Die Produkte sind in der Schweiz, Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Frankreich und Grossbritannien erhältlich.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. April 2026 13:25
aktualisiert: 21. April 2026 13:25