Schweizer Börse klettert auf neues Allzeithoch
Am Donnerstag stützten die Schwergewichte den SMI. Die Titel des Pharmakonzerns Novartis gewannen gegen 09.50 Uhr 2,0 Prozent, jene des Nahrungsmittelriesen Nestlé 1,0 Prozent und die des Pharmaunternehmens Roche 0,5 Prozent. Dagegen brachen die Aktien des Baustoffkonzerns Amrize nach enttäuschenden Quartalszahlen und einer gesenkten Jahresprognose um gut 5 Prozent ein.
Der Börsen-Höhenflug der vergangenen Wochen ist gemäss Händlern vor allem auf eine Verschiebung bei den Anlegern zurückzuführen. Diese ziehen vermehrt Geld aus Technologieaktien ab und investieren stattdessen in vergleichsweise krisenfeste Unternehmen. Davon profitiert die Schweizer Börse besonders stark, da Pharma- und Nahrungsmittelkonzerne im SMI ein grosses Gewicht haben.
Insbesondere die Schwergewichte Roche, Novartis und Nestlé haben den Leitindex zuletzt nach oben gezogen. Ihre Produkte sind auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gefragt. Zusätzlichen Rückenwind an der Börse lieferten erfreuliche Geschäftszahlen verschiedener Schweizer Unternehmen.
Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich damit trotz des Kriegs im Nahen Osten, hoher Ölpreise und steigender Inflationssorgen widerstandsfähig. Denn die hohen Energiepreise treiben die Teuerung an und erhöhen damit den Druck auf die Notenbanken, die Zinsen hoch zu halten oder weiter anzuheben. Das belastet vor allem Technologieaktien. Viele dieser Unternehmen werden an der Börse wegen hoher Gewinnerwartungen für die Zukunft bewertet. Bei höheren Zinsen verlieren solche künftigen Gewinne aus heutiger Sicht an Wert.