Schweizer KMU sehen Künstliche Intelligenz nicht als Jobkiller
Dennoch erwarten zwei Drittel keine fundamentale Veränderung der Arbeitswelt, wie aus der am Dienstag veröffentlichten KMU-Arbeitsmarktstudie der AXA hervorgeht. 35 Prozent der befragten KMU integrieren KI demnach bereits bewusst in ihre Unternehmensprozesse, weitere 39 Prozent erproben die Technologie.
Damit hat sich die Verbreitung nach dem deutlichen Anstieg im Vorjahr stabilisiert. Zwischen 2024 und 2025 war der Anteil der Unternehmen, die KI nutzten oder ausprobierten, von 55 auf 71 Prozent gestiegen.
Auch bei den Einsatzgebieten geht die Entwicklung weiter. Besonders häufig wird KI für Übersetzungen (47 Prozent), Korrespondenz (42 Prozent) und Werbetexte (35 Prozent) eingesetzt. Zugenommen hat vor allem die Nutzung zur Optimierung von Arbeitsschritten: Der Anteil stieg seit 2024 von 23 auf 35 Prozent. Bei Datenanalysen erhöhte er sich von 22 auf 34 Prozent. Kundenbetreuung und Support stagnieren dagegen bei 17 Prozent.
Bei den Auswirkungen auf die Beschäftigung bleiben die Unternehmen zurückhaltend. 47 Prozent der KMU mit KI-Erfahrung erwarten zwar Zeiteinsparungen, aber keine Veränderung bei der Zahl der Stellen. Nur 12 Prozent rechnen damit, künftig auf Personal verzichten zu können. Auch beim Geschäftsmodell sehen die meisten keinen Anpassungsbedarf: 31 Prozent bejahen einen solchen, während knapp zwei Drittel keinen oder eher keinen Handlungsbedarf sehen.
KI wird damit von den meisten KMU eher als Werkzeug zur Effizienzsteigerung denn als disruptive Kraft wahrgenommen. 41 Prozent sehen in der Technologie eine Chance für ihr Geschäft, 15 Prozent eine Bedrohung. Bei grossen KMU ist die Bereitschaft zur Anpassung allerdings deutlich höher: 42 Prozent sehen Handlungsbedarf beim Geschäftsmodell, gegenüber 23 Prozent bei kleinen Unternehmen.