SCL Tigers verlieren in der Ajoie nach 4:1-Führung
Die Chance, erstmals seit sieben Jahren fünf National-League-Spiele hintereinander zu gewinnen, verspielten die SCL Tigers in Pruntrut fahrlässig. Die Emmentaler führten 3:0 und 4:1, leisteten sich aber zu viele Strafen, was Ajoie im Schlussabschnitt die Aufholjagd ermöglichte. Verteidiger Julius Honka glich in der 53. Minute zum 4:4 aus. Und Bruder Anttoni Honka, er ebenfalls ein Verteidiger, schoss Ajoie in der 63. Minute zum Sieg.
Zu Ajoies Held avancierte hingegen Goalie Noah Patenaude (23). Ajoie vermeldete vor der Partie Goalie Tim Wolf als überzählig. Antoine Keller wurde nach dem 1:4, bei dem er in Überzahl Saku Mäenalanen den Puck auf den Stock legte, ausgewechselt. Patenaude liess danach kein Gegentor mehr zu und ermöglichte so Ajoie die Wende.
Späte Wende
Genf-Servette musste ohne vier «Imports» auskommen und besiegte Davos dennoch nach 0:2-Rückstand mit 3:2. Der HCD führte bis zur 53. Minute mit 2:1, ehe Josh Jooris und Jan Rutta (59.) Servette noch zum Sieg und auf Platz 2 schossen.
Der HC Davos kassierte in Genf schon die siebente Niederlage. Zuletzt verloren die Davoser (inklusive Champions League) vier Partien hintereinander. Letzte Saison kassierte Davos die siebente Niederlage in der Meisterschaft erst im Dezember.
Auch Meister stoppt den ZSC nicht
Die ZSC Lions liessen sich auch vom Schweizer Meister nicht düpieren - doch auch diesmal wurde es wieder knapp. Hatten sich die Zürcher am Abend zuvor in Lugano in extremis in die Verlängerung gerettet, waren es gegen Fribourg sie, die 32 Sekunden vor dem Ende den Dreipunkte-Sieg aus der Hand gaben. Anschliessend gewannen sie aber zum dritten Mal in dieser Saison eine Verlängerung und halten nach dem zehnten Sieg nun alleine den Rekord für den besten Start in der National League. Nach zweimal Dean Kukan erlöste diesmal der Finne Juho Lammikko die Löwen mit dem 5:4. Es war für den ZSC der erste Sieg gegen Fribourg nach zuvor sechs Niederlagen in Folge.
Lugano dank Innala im Aufwind
Der HC Lugano bestätigt seinen Aufwärtstrend mit einem 4:2-Sieg in Biel. Der ehemalige NHL-Star Jeff Skinner hatte die Seeländer zwar im Mitteldrittel mit seinem bereits sechsten Tor im siebten Spiel in Führung gebracht, die Tessiner reagierten aber schnell. Die Entscheidung in der hart umkämpften Partie fiel dann zehn Minuten durch Doppeltorschütze Jere Innala zum 3:2. Lugano hatte bereits am Abend zuvor überzeugt, als es die ZSC Lions an den Rand einer Niederlage brachte und immerhin einen Punkt holte. Biel holte hingegen zum fünften Mal in den letzten sechs Spielen keinen Punkt und bleibt auf dem zweitletzten Platz.
Doppelter Jubel in der Verlängerung
In Ambri jubelten in der Verlängerung beide Teams. Zuerst schien André Heim die Partie für Ambri-Piotta zu entscheiden. Die Referees gaben diesen Treffer aber wegen Offside nicht. 23 Sekunden später (und 7,6 Sekunden vor Schluss) schoss Rodrigo Abols den SC Bern zum 2:1-Sieg nach Verlängerung. Berns Goalie Christoph von Burg glänzte mit 33 Paraden, derweil Ambris Torhüter Philipp Wüthrich und Ambris Trainer Jussi Tapola gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber eine Niederlage hinnehmen mussten.
Furioses zweites Drittel
Der Hockey Club aus Lausanne verbesserte sich mit einem 4:1-Auswärtssieg bei den Rapperswil-Jona Lakers von Platz 10 auf 8. Innerhalb von etwas mehr als elf Minuten machten die Lausanner im zweiten Abschnitt durch Fabian Heldner, Yannick Zehnder, Axel Simic und Drake Caggiula aus einem 0:1 ein 4:1. Die Lakers dagegen befinden sich in einem Herbst-Tief: Sie verloren vier der letzten fünf Partien und an diesem Wochenende in Langnau 0:3 und jetzt daheim gegen Lausanne erneut klar.