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Stiftung Beloved für Opfer von Crans-Montana: Schon 70 Anfragen

Brandkatastrophe

Stiftung Beloved für Opfer von Crans-Montana: Schon 70 Anfragen

6. September 2026, 02:49 Uhr
Stiftung Beloved für Opfer von Crans-Montana hat schon 70 Anfragen bekommen. (Archivbild)
© KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Die Stiftung Beloved, die den Opfern des tragischen Brandes an Silvester in Crans-Montana (VS) hilft, hat bisher rund siebzig Gesuche erhalten. Laut Stiftungsdirektor Christian Cardon sind einige bereits bewilligt worden.

«Bislang gab es noch keine Ablehnungen», sagt Cardon in einem von «Le Matin Dimanche» am Sonntag veröffentlichten Interview. Einige Anträge würden derzeit noch geprüft. Seinen Angaben zufolge wurden bereits mehrere Zehntausend Franken überwiesen.

Die Stiftung Beloved wurde am 27. März auf Initiative des Kantons Wallis für die Opfer des Brandes in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana gegründet, bei dem 41 Menschen ums Leben kamen und 115 verletzt wurden. Sie verfügt über Spenden oder Spendenzusagen in Höhe von 24 Millionen Franken, die von den Kantonen Wallis und Waadt, der Gemeinde Crans-Montana sowie von privaten Spendern stammen.

«Wir übernehmen Massnahmen zur Wiedergutmachung, die zur Rehabilitation oder Wiedereingliederung der Patienten beitragen werden», erklärt die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard, ebenfalls Präsidentin der Stiftung, gegenüber «Le Matin Dimanche».

Suche nach zusätzlichen Mitteln

Dem Stiftungsdirektor zufolge haben sich Insbesondere junge Menschen an Beloved gewandt, um sich beruflich umschulen zu lassen. «Wir unterstützen auch Projekte, die von Angehörigen der Opfer oder von Personen initiiert wurden, die seit der Tragödie in finanziellen Schwierigkeiten stecken», so Cardon. Das Tätigkeitsfeld der Stiftung sei breit gefächert, konzentriere sich jedoch auf Bildung, psychologische Betreuung und finanzielle Unterstützung für bedürftige Familien. Die Stiftung verdopple die Leistungen des Bundesgesetzes über die Opferhilfe (LAVI) nicht, sondern greife dort ein, wo eine Lücke bestehe, fügt Cardon hinzu.

Trotz eines Budgets von 24 Millionen Franken sucht die Stiftung Beloved nach zusätzlichen Mitteln. «Der Bedarf wird sich weiterentwickeln und langfristig bestehen bleiben», betont Doris Leuthard und Christian Cardon pflichtet ihr bei: «Auch wenn der Finanzrahmen gross ist, werden wir angesichts der psychischen und physischen Folgen des Dramas zusätzliche Mittel benötigen, um unsere Arbeit über mehrere Jahre hinweg fortzusetzen.»

Quelle: sda
veröffentlicht: 6. September 2026 02:49
aktualisiert: 6. September 2026 02:49