Thun auf den Spuren der Vorgänger
Gut 20 Jahre ist es her, als der FC Thun zum bislang einzigen Mal in der Super League sieben Siege aneinanderreihte. Von Ende März bis Ende April 2005 legte er mit der beeindruckenden Erfolgsserie den Grundstein zur besten Schlussklassierung seiner Vereinsgeschichte. Nur der FC Basel war Ende Saison stärker als die Thuner um Goalgetter Mauro Lustrinelli. Und einzig Basels Sturm-Ikone Christian Gimenez erzielte in jener Spielzeit mehr Treffer als der aktuelle Trainer der Berner Oberländer.
Als Coach ist Lustrinelli auf bestem Weg, den FC Thun nun sogar zum ersten Titel zu führen. Wie aussergewöhnlich stark der Aufsteiger in dieser Saison unterwegs ist, zeigt der Blick auf 2004/2005: Damals sammelten der in der Winterpause zu GC gewechselte Hanspeter Latour und sein Nachfolger Urs Schönenberger mit den Thunern in 34 Spielen 60 Punkte. Das aktuelle Team steht nach 23 Runden bei 52 Punkten.
In den kommenden Tagen stehen für die Thuner zwei Heimspiele an, am Donnerstag gegen Lausanne-Sport und drei Tage später gegen den FC Sion. Eine gute Gelegenheit, für eine neue Rekordserie zu sorgen.
Der FC Basel, der am Donnerstag in Sitten spielt, ist von Bestmarken noch weit entfernt. Aber womöglich hat er am Sonntag die Basis für einen Schlussspurt in dieser bislang enttäuschenden Saison gelegt. Nach drei bitteren Niederlagen in den ersten drei Spielen unter Trainer Stephan Lichtsteiner sorgte der dramatische Sieg gegen den FC Zürich am Sonntag für einen Energieschub. Diesen wird es brauchen, um bei 13 Punkten Rückstand auf den FC Thun in den kommenden Wochen noch an die Titelverteidigung zu glauben.