«Wir kämpfen füreinander, egal was passiert»
«Das war vielleicht der härteste Moment dieser WM bisher», sagte Thürkauf zur Anfangsphase. Die Schweizer gerieten in der 7. Minute mit 0:1 in Rückstand, kurz darauf kassierte Verteidiger Dean Kukan eine Fünfminutenstrafe mit Restausschluss. Überhaupt nahmen die Gastgeber zu viele Strafen und wirkten zum Teil etwas übermotiviert.
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«Das passiert, es sind Emotionen im Spiel, das Stadion ist voll, es herrscht eine super Energie - da bist du einfach total aufgeputscht. Wir kämpfen jedoch füreinander, egal was passiert», erklärte Thürkauf und fuhr fort: «Wir zeigten über 60 Minuten hinweg eine gute Leistung und machten besonders in den Special Teams einen riesigen Job.»
Die Schweizer bezwangen Schweden erstmals an einer WM in einem K.o.-Spiel, und auch sonst gab es gegen die Skandinavier mehrheitlich Niederlagen. Es spiele für sie keine Rolle, wer auf der anderen Seite stehe, so Thürkauf. Damit drückt er das Selbstverständnis des Teams aus, jeden Gegner bezwingen zu können. Die Partie gegen die Schweden zeigte zudem, dass die Schweizer auch physisch niemanden fürchten müssen. «Wir sind eine Mannschaft, die die Zweikämpfe annimmt, niemand hat Angst vor einem harten Duell. Wir stehen füreinander ein, unterstützen und schützen uns gegenseitig. Das ist das, was uns auszeichnet.»
Dass ihm ein Tor gelang, fand er zwar schön, mehr aber auch nicht. Es war für den 28-Jährigen sein dritter Treffer an diesem Turnier, dazu kommen drei Assists. Damit nimmt er in der internen Skorerliste jedoch nur den 7. Platz ein, was einiges über die Mannschaft aussagt.
Im Halbfinal am Samstag um 15.20 Uhr gegen Norwegen sind die Schweizer nun klarer Favorit. Thürkauf sagte dazu: «Wir respektieren jeden Gegner.» Die Norweger seien nicht einfach so in den Halbfinal eingezogen. Dass die Einheimischen jeden Gegner ernst nehmen, zeigten sie in der Vorrunde mit sieben Siegen und einem Torverhältnis von 39:7 eindrücklich. Es spricht also vieles für ein weiteres Fest.