Auch Asiens Konföderation für Wiederwahl Infantinos
Auf einem ausserordentlichen Kongress in Tokio sprach sich AFC-Präsident Scheich Salman Bin Ebrahim al Khalifa für eine Wiederwahl Infantinos aus. Der Funktionär aus Bahrain sicherte dem 56-Jährigen seine «uneingeschränkte Unterstützung» zu. Zwar räumte er frühere Differenzen ein, betonte jedoch, dass der Weltverband nun nach vorne blicken müsse.
Die Rückendeckung aus Asien bedeutet eine Wende im Machtkampf um die FIFA-Spitze. Noch vor wenigen Monaten hatte al Khalifa den umstrittenen Walliser gemeinsam mit den Präsidenten der Kontinentalverbände aus Europa (UEFA) sowie Nord- und Mittelamerika und der Karibik (CONCACAF) scharf kritisiert. Auslöser war ein letztlich gescheiterter Vorstoss Infantinos, die Vermarktungsrechte an FIFA-Wettbewerben an externe Investoren zu verkaufen. Auch sein Führungsstil steht in der Kritik.
Zuletzt hatten sich bereits 22 arabische Fussballverbände, darunter zwölf aus Asien, hinter Infantino gestellt. Auch die 54 afrikanischen Verbände unterstützen den Schweizer nach Angaben ihres Kontinentalverbands CAF.
Infantino steht seit 2016 an der Spitze des Weltverbands und strebt beim FIFA-Kongress im März 2027 in Rabat eine vierte Amtszeit an. Die Opposition um die UEFA hat sich bislang nicht auf einen Gegenkandidaten einigen können. Bis zum 18. November bleibt Zeit, einen Bewerber offiziell zu nominieren.