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Die weltbesten OL-Frauen kämpfen um EM-Gold

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Die weltbesten OL-Frauen kämpfen um EM-Gold

24. September 2026, 05:40 Uhr
Simona Aebersold und Tove Alexandersson, die beiden Frauen ganz links, werden wohl auch in Litauen vom Podest lachen. Die Frage ist vielmehr, wer Gold gewinnt
© KEYSTONE/AP NTB scanpix/GEIR OLSEN
Simona Aebersold trifft an der OL-EM in Litauen wieder auf Tove Alexandersson. Während die Schweizerin auch um den Gesamtweltcup läuft, kehrt ihre langjährige Rivalin auf die OL-Bühne zurück.

Wenn am Donnerstag in den Wäldern um Druskininkai und Lazdijai die ersten EM-Medaillen vergeben werden, kommt es zu einem mit Spannung erwarteten Wiedersehen. Aebersold und Alexandersson gehören sowohl über die Lang- als auch über die Mitteldistanz zu den Anwärterinnen auf Gold.

Das letzte grosse Duell ging knapp an die Schweizerin. An der WM 2025 gewann Aebersold die Langdistanz mit lediglich neun Sekunden Vorsprung auf Alexandersson. Danach setzte die Schwedin im OL international aus und konzentrierte sich unter anderem auf Trailrunning. Nun kehrt die 23-fache Weltmeisterin für die EM zurück.

Die Rollen der beiden sind dabei bemerkenswert verteilt: Alexandersson verteidigt den EM-Titel über die Langdistanz, Aebersold jenen über die Mitteldistanz. Die Schweizerin reist zudem mit guten Resultaten an. Im August gewann sie die Weltcup-Langdistanz in Tschechien, zuletzt wurde sie Schweizer Meisterin über die Mitteldistanz.

Tückisches Gelände

Eine zusätzliche Herausforderung bildet das baltische Gelände. Gut belaufbare Kiefernwälder wechseln sich mit dichter Vegetation, sumpfigen Gebieten und Lichtungen ab. Zahlreiche Hügel und Senken sowie die feinen Höhenkurven verlangen präzise Karten- und Kompassarbeit. Fehler in der Richtung können entsprechend viel Zeit kosten.

Die EM beginnt am Donnerstag mit der Langdistanz, am Samstag folgt die Mitteldistanz. Die Staffeln beschliessen die Titelkämpfe am Sonntag. Die Schweiz ist mit je acht Frauen und Männern vertreten. Neben Aebersold besitzt unter anderen Natalia Gemperle Medaillenpotenzial. Bei den Männern ruhen die Hoffnungen etwa auf Fabian Aebersold und dem routinierten Daniel Hubmann.

Kampf um dritten Gesamtsieg

Für Simona Aebersold geht es in Litauen nicht nur um EM-Gold. Die 28-Jährige führt im Gesamtweltcup vor dem Final mit 560 Punkten vor der Norwegerin Pia Young Vik mit 446 Zählern. Gewinnt Aebersold die Gesamtwertung, wäre es ihr dritter Triumph in Folge nach 2024 und 2025. Zuvor hatte sie den Gesamtsieg mit drei zweiten Plätzen mehrfach knapp verpasst.

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. September 2026 05:40
aktualisiert: 24. September 2026 05:40