Ehrenvolle Niederlage gegen Kanada
Wohlverstanden: Von einer Sensation gegen die Kanadierinnen waren die Schweizerinnen weit entfernt. Das unterstreicht alleine schon das Schussverhältnis von 55:6 zu Gunsten der Nordamerikanerinnen. Weil aber Goalie Saskia Maurer (51 Paraden!) wiederum grossartig hielt, und weil die Schweizerinnen mit Leidenschaft verteidigten, resultierte eine der knappsten Niederlagen überhaupt gegen das Frauenteam Kanadas.
27 Minuten lang verteidigten die Schweizerinnen mit Erfolg das 0:0. Die ersten drei Gegentore kassierte das Schweizer Team von Coach Colin Muller alle in Unterzahl. Zum vierten Mal nacheinander gelang der Schweiz bei den Frauen gegen Kanada kein Tor. Andererseits stellten bis vor vier Jahren in Peking Stängeli-Niederlagen gegen die kanadischen Frauen die Regel dar. In Peking verloren die Schweizerinnen gegen Kanda 1:12 und 3:10.
Aus Isolation ans Spiel
Die erfreulichen Leistungen auf dem Eis trösten das Schweizer Team darüber hinweg, dass es am Freitagabend die Eröffnungsfeier verpasste. Denn unmittelbar nach dem 4:3 nach Penaltyschiessen über Tschechien wurde das Schweizer Team wegen der Norovirus-Diagnose von Andrea Brändli isoliert. Es wurden indes bei keiner weiteren Spielerin Symptome erkannt, sagte Hanspeter Betschart, der Chefmediziner des Schweizer Olympia-Teams. Am Samstagmittag durften die Schweizerinnen wieder aus der Isolation raus.
Zum Abschluss der Vorrunde treffen die Schweizerinnen nach einem wohlverdienten Ruhetag auf die USA und am Dienstag auf Finnland. Alle fünf Teams der Gruppe A (mit den besten fünf Nationen) sind für die Viertelfinals gesetzt.
Schweiz - Kanada 0:4 (0:0, 0:1, 0:3)
Mailand. - 3885 Zuschauer. - SR Cooke/Kainberger (USA/AUT), Buckner/Saarimäki (USA/FIN). - Tore: 28. Spooner (Poulin, Fillier/Ausschluss Müller) 0:1. 45. Fillier (Fast, Watts/Ausschluss Wey) 0:2. 54. Gosling (Ambrose, Thompson/Ausschluss Vallario) 0:3. 57. Watts (Nurse, Thompson) 0:4. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 2mal 2 Minuten gegen Kanada.
Schweiz: Maurer; Christen, Bächler; Meriguet, Vallario; Sigrist, Wetli; Büchi; Stalder, Enzler, Müller; Zimmermann, Wey, Marti; Leemann, Schäfer, Lutz; Quennec, Herzig, Balzer; Rüedi.
Bemerkungen: Schweiz ohne Wagner (Ersatztorhüterin) und Brändli (überzählig).