EM-Entscheid gefallen: Simon Ehammer tritt im Weitsprung an
«Aufgrund des Wettkampfprogramms ist es schlicht nicht möglich, sowohl im Weitsprung als auch im Zehnkampf zu starten», erklärte Ehammer. «Ich würde mich gerne beiden Herausforderungen stellen, aber wir mussten uns für jene Disziplin entscheiden, die mir die besten Chancen bietet, auf höchstem Niveau erfolgreich zu sein.»
Der Entscheid sei ihm nicht leicht gefallen, betont der Hallen-Weltmeister 2026 und Weltrekordhalter im Siebenkampf, der in diesem Jahr sowohl im Weitsprung (8,51 m) als auch im Zehnkampf (8778 Punkte) die Weltjahresbestenliste anführt. Beide Schweizer Rekorde stellte er Ende Mai beim Mehrkampfmeeting in Götzis auf.
Bereits bei den Olympischen Spielen 2024 sowie an den Weltmeisterschaften 2025 hatte sich Ehammer für den Weitsprung entschieden. Der grosse Erfolg blieb damals allerdings aus: In beiden Wettkämpfen belegte er den undankbaren 4. Rang. Dennoch gewann er im Weitsprung bereits zwei Bronzemedaillen auf der internationalen Freiluft-Bühne - an den Weltmeisterschaften 2022 und den Europameisterschaften 2024.
Für die kontinentalen Titelkämpfe in Birmingham hat sich der EM-Zweite von 2022 im Zehnkampf für den Weitsprung klare Ziele gesetzt: «Mein Ziel ist einfach: um den Europameistertitel kämpfen und die einzige Medaille gewinnen, die in meiner Sammlung noch fehlt.» Gleichzeitig verhehlt er seine Enttäuschung nicht: «Es schmerzt mich, als Jahresweltbester nicht im Zehnkampf antreten zu können.»