Freiburg schreibt mit Einzug in die Viertelfinals Geschichte
Die Vorentscheidung zugunsten der Breisgauer, die mit den Schweizern Johan Manzambi und Bruno Ogbus antraten, brachte das unter gütiger Mithilfe der Gäste erzielte 3:1 durch Vincenzo Grifo. Der Treffer des Italieners kurz nach der Pause war in doppelter Hinsicht historisch: Es war sein 106. Tor im Dress der Freiburger, womit er Nils Petersen als Rekordtorschützen des Klubs ablöste. Gleichzeitig brachte er die Breisgauer erstmals in die Viertelfinals der Europa League, nachdem man in den vergangenen drei Jahren zweimal an diesem Unterfangen gescheitert war. 2023 unterlag der SC Freiburg in den Achtelfinals Juventus Turin, 2024 West Ham United. Seinen Beitrag zu einer geruhsamen Schlussphase leistete auch Manzambi, der den vierten Freiburger Treffer mustergültig vorbereitete.
Weniger erfolgreich verlief der Abend für den anderen im Wettbewerb vertretenen Bundesligisten. Stuttgart mit Luca Jaquez verlor nach dem Hinspiel (1:2) auch das Rückspiel gegen Porto (0:2), obwohl die Schwaben wie schon vor einer Woche spielbestimmend waren.
In der Runde der letzten Acht stehen mit Ricardo Rodriguez (Betis Sevilla), Dan Ndoye (Nottingham Forest), Remo Freuler und Simon Sohm (beide Bologna) vier weitere Schweizer. Freuler war bei Bolognas 4:3-Sieg nach Verlängerung bei der AS Roma drauf und dran, die tragische Figur zu werden. Nach dem 1:1 im Hinspiel waren die Gäste in der italienischen Hauptstadt dank grosser Effizienz auf bestem Weg Richtung Viertelfinals, ehe Freuler 20 Minuten vor dem Ende beim Stand von 3:1 für Bologna einen Penalty verschuldete, der die Römer Aufholjagd einleitete. In der Nachspielzeit hatte der 33-Jährige zudem den Siegtreffer auf dem Fuss. Schliesslich sorgte Joker Nicolo Cambiaghi mit seinem Tor in der 111. Minute doch noch für den glücklichen Sieg der Gäste um Freuler.