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Julie Derron will auf Hawaii Erfahrung sammeln

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Julie Derron will auf Hawaii Erfahrung sammeln

9. Oktober 2026, 04:30 Uhr
An den Olympischen Spielen in Paris gewann Julie Derron die Silbermedaille. Nun nimmt sie auf Hawaii erstmals an der Ironman-WM teil
© KEYSTONE/EPA/MOHAMMED BADRA
An der Ironman-WM auf Hawaii zählt Julie Derron zum erweiterten Kreis der Favoritinnen. Trotzdem setzt sich die Zürcherin keine Rangierung zum Ziel.

3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,195 Kilometer Laufen - und das bei extremen klimatischen Bedingungen: Das macht die Ironman-WM in Kona, Hawaii, besonders und verspricht vor dem Wettkampf Spannung.

Mit dabei ist Julie Derron. Neben der Norwegerin Solveig Lovseth, der Weltmeisterin des vergangenen Jahres, Taylor Knibb und Lucy Charles-Barclay gehört die Zürcherin zu den Mitfavoritinnen.

Derron bestritt in ihrer Karriere bisher drei Ironmans, zuletzt gewann sie im Juli jenen in Thun. An der Ironman-70.3-WM, also über die halbe Strecke, holte sie in Nizza vor einem Monat zudem Silber. Im Süden Frankreichs sagte sie direkt nach ihrem Erfolg: «Ich freue mich auf Hawaii, es wird mein erstes Mal auf der Insel.»

Woher kommt der Hype?

Vor einem Jahr hatte Derron die Ironman-WM noch verpasst, nachdem die Olympia-Zweite von Paris im August 2025 mit dem Rad gestürzt war. Die 30-Jährige hatte zwar lange noch auf eine Teilnahme gehofft, doch die Nachwirkungen seien zu gravierend gewesen und hätten Konsequenzen für ihre Zukunft haben können, sagte sie damals.

Ein Jahr später will sie den Ironman auf Hawaii deswegen nutzen, um Erfahrung für zukünftige Rennen auf der Insel zu sammeln und zu schauen, «worum es bei dem Hype geht». Dieser hat nicht zuletzt mit der besonderen Strecke zu tun. Geschwommen wird im offenen Meer, die Radstrecke ist windanfällig und der Marathon führt durch das «Energy Lab», das als anstrengendster Teil der 42 Kilometer gilt. Es ist windstill, heiss, geht bergauf, hat keine Zuschauende.

Ein Kampf gegen die Bedingungen

Im Interview mit Bob Babbitt, einem ehemaligen Triathleten, der der Ironman Hall of Fame angehört, sagte Derron einige Tage vor dem Wettkampf: «Ich bin schon ein paar Mal im Energy Lab gerannt. Ich weiss, dass es rauf und runter geht, nie richtig flach und heiss sein wird.» Das Wichtigste werde es sein, auf sich aufzupassen, sich zu kühlen und genügend zu trinken.

«Das ist aber, denke ich, auch ein Teil davon, wieso das Rennen so speziell ist.» Man trete nicht nur gegen die Besten der Welt an, sondern bei extremen Bedingungen. «Man muss bereit sein, zu kämpfen. Nicht zwingend gegen die anderen Athleten, sondern dagegen, was an diesem Tag alles passiert.»

Erfahrung fürs nächste Mal sammeln

Als Ziel will sich Derron keine Rangierung setzen. Gegen den Grossteil der Athletinnen ist sie über diese Strecke noch nie angetreten. «Ich weiss, dass ich eine gute Athletin bin, aber ich habe keine Ahnung, wie ich auf Ironman-WM-Level abschneiden werde.» Das sei extrem aufregend.

Derron sagt, sie wisse, dass sie Fehler machen werde. «Aber ich möchte alles aufsaugen.» Es sei ein so ikonisches Rennen. Ihr Hauptziel sei deswegen, ein so gutes Erlebnis zu haben, sodass sie in einem Jahr wieder auf die Insel zurückkehren möchte. Dann aber mit Wettkampferfahrung auf Hawaii im Gepäck.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. Oktober 2026 04:30
aktualisiert: 9. Oktober 2026 04:30