Kanadas Premier schliesst Russlands Teilnahme an U20-WM aus
Damit stellte sich Carney klar gegen den Entscheid des Internationalen Sportgerichtshofes CAS, der eine Wiederzulassung russischer Teams an Eishockey-Turnieren genehmigt hatte.
Kanada könnte Visa verweigern
Solange Russland und sein Verbündeter Belarus den «illegalen und ungerechtfertigten schrecklichen Krieg» gegen die Ukraine unterstützten, würden keine ihrer Athleten für ihre Länder in Kanada antreten, sagte Carney am Rande des Gipfeltreffens der Commonwealth-Staaten am Dienstag. «Wenn Sie also insbesondere nach der Junioren-WM fragen - dort werden die Russen nicht sein», fügte der kanadische Regierungschef hinzu.
Umsetzbar wäre dies durch die Verweigerung von Visa. Zuletzt hatten die Niederlande russischen Turnerinnen die Einreise für die Weltmeisterschaften in Rotterdam verwehrt. Allerdings erhielten alle russischen NHL-Spieler Visa für diese Saison.
Kanadas Eishockey-Verband (Hockey Canada) dankte der Regierung in einer Mitteilung für die starke Position, die Sportler und Offizielle aus Russland und Belarus davon abhalte, unter ihren nationalen Symbolen an internationalen Sportveranstaltungen in Kanada teilzunehmen.
IIHF äussert sich
Der Weltverband IIHF schreibt in einer Mitteilung nach der jüngsten Tagung, dass sie ihre Position noch nicht geändert hat und weiter enttäuscht ob des Urteil des CAS ist. «Die IIHF ist sich der jüngsten Stellungnahmen wichtiger Beteiligter zu diesem Entscheid bewusst und analysiert sorgfältig die verschiedene Szenarien im Zusammenhang mit dem Urteil des CAS.»
Die globalen Auswirkungen des Entscheids und die daraus entstehenden Herausforderungen seien erheblich unterschätzt worden. Weitere Informationen sollen in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden.
Zuvor hatten nach Eishockey-Weltmeister Finnland auch Schweden, Dänemark, Norwegen und Lettland angekündigt, nicht gegen Russland antreten zu werden. Der tschechische Verbandspräsident befürwortete ebenfalls einen Boykott.