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Laax Open als Stelldichein - Olympia wohl ohne Podladtchikov

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Laax Open als Stelldichein - Olympia wohl ohne Podladtchikov

14. Januar 2026, 19:32 Uhr
Iouri Podladtchikov kann derzeit nicht abheben - hinter seiner vierten Olympia-Teilnahme steht ein Fragezeichen
© KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Drei Wochen vor Olympia trifft sich die Crème de la Crème des Freestyle-Sports in Graubünden zum Laax Open. Iouri Podladtchikov fällt aus, seine Olympia-Teilnahme ist unwahrscheinlich.

Auch im Olympiawinter ist das Laax Open Europas führendes Freestyle-Happening. Am Donnerstag und Freitag stehen Qualifikationen respektive Halbfinals auf dem Programm, am Samstag (ab 13.30 Uhr Slopestyle der Freeskier, ab 19.00 Uhr Halfpipe der Snowboarder) und Sonntag (Slopestyle der Snowboarder) die Finals.

Von den Schweizer Teilnehmern gehören vor allem die Freeskier Mathilde Gremaud, Sarah Höfflin, Giulia Tanno und Andri Ragettli, der sich in einer glänzenden Verfassung sieht, zu den Anwärtern auf eine Top-Platzierung. Für andere Athleten ist es die letzte Gelegenheit, die Olympia-Vorgaben noch zu erfüllen.

Bei den Snowboardern näherte sich der 19-jährige Thurgauer Jonas Hasler den Weltbesten in dieser Saison weiter an. Jan Scherrer, der Olympiadritte von 2022 in der Halfpipe, tastet sich nach langer Verletzungspause wieder an sein altes Niveau heran. Isabelle Lötscher schaffte es Anfang Jahr in Calgary zum ersten Mal im Weltcup auf das Halfpipe-Podest, Ariane Burri liess in Peking mit einem 4. Platz im Big Air aufhorchen.

In Laax ist die internationale Konkurrenz indes gross. Gemeldet sind unter anderem Snowboard-Grössen wie Scotty James, Ayumu Hirano, Su Yiming oder Zoi Sadowski Synnott.

Der letzte Schweizer Sieg am Laax Open gelang Gremaud vor zwei Jahren. Ein Jahr davor triumphierte der Flimser Ragettli vor seinem Heimpublikum. In der weltweit beachteten Superpipe der Snowboarder hatte Iouri Podladtchikov 2018 reüssiert.

Der 37-jährige Olympiasieger von 2014, der im letzten Winter sein Comeback gab und in dieser Saison noch ohne Wettkampf ist, kann heuer nicht antreten. Nach wie vor laboriert er an den Folgen eines Trainingssturzes im November, wegen eines Augenproblems musste er sich jüngst einer weiteren Operation unterziehen. Hinter seiner vierten Olympia-Teilnahme nach 2006, 2010 und 2014 steht ein Fragezeichen.

Es sei eine unglückliche Geschichte mit dem Auge. Die Chance, es noch an die Olympischen Spiele zu schaffen, sei klein, sagte der Zürcher am Mittwoch in Laax. Je nach Blickwinkel sieht er zurzeit noch Doppelbilder. Auch weil unklar ist, ob der Sehnerv beschädigt ist, lässt sich derzeit keine Prognose tätigen.

Doch aufgeben will Podladtchikov noch nicht: «Es gibt immer noch Hoffnung.» Auch eine Fortsetzung der Karriere über diese Saison hinaus schliesst der Altmeister nicht aus: «Es ist noch nicht zu Ende. Ich will euch noch nicht Tschüss sagen!»

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. Januar 2026 19:32
aktualisiert: 14. Januar 2026 19:32