Michelle Heimberg zollt fordernden Tagen Tribut
Der Tag hatte für die Titelverteidigerin sehr gut begonnen. In der Qualifikation sicherte sie sich als Drittbeste auf souveräne Weise einen der zwölf Startplätze im Final. Sie überzeugte in ihren Sprüngen mit Konstanz, wovon das Total von 300,20 Punkten zeugt.
Der Endkampf um die Medaillen verlief dann aber nicht wie erhofft. Den Entscheid, den Wettkampf nach nur einem Sprung nicht fortzusetzen, fällte Heimberg zusammen mit ihrem Trainer. Die belastenden vorangegangenen Tage wirkten in zu grossem Umfang nach. Die 26-jährige Aargauerin hatte im Vorfeld der Europameisterschaft eine Fehlgeburt erlitten, wie sie die Öffentlichkeit mit einem Eintrag auf Instagram wissen liess. «Die letzten zwei Wochen waren unglaublich herausfordernd, körperlich wie auch emotional», schrieb sie in dem sozialen Medium.
Gleichwohl wollte Heimberg nicht auf die Teilnahme an den kontinentalen Wettkämpfen verzichten. Sie wollte den Abstecher in Frankreichs Hauptstadt nutzen, um wieder in den Alltag zurückzufinden. Der Effort im Wettbewerb vom 1-Meter-Brett, mit dem sie sich mit dem Gewinn der Silbermedaille belohnte, hatte Heimberg jedoch zu viel Kraft gekostet. Eine Leistung auf gleich hohem Niveau vom 3-Meter-Brett war nicht mehr möglich.