Rodriguez' Durststrecke findet ein Ende
30. Mai 2021: Ricardo Rodriguez trifft im Testspiel gegen die USA in der 10. Minute zum 1:1. Kurz vor der Pause verschiesst er einen Penalty und verpasst so sein 10. Länderspieltor. Mehr als fünf Jahre rennt er diesem in der Folge hinterher.
Der Scharfschütze trifft...
Am Dienstagabend ist es soweit. Im gut gefüllten Hampden Park in Glasgow verwandelt der mittlerweile 34-Jährige einen Freistoss aus etwas mehr als 16 Metern in die Torwartecke. «Ich habe schon ein paar Freistösse geschossen in meiner Karriere und schon einige Male getroffen», sagt Rodriguez nach dem Spiel. Er habe genau gesehen, wo er hinschiessen müsse. Und die Mitspieler in der Mauer hätten nicht nur dem Goalie die Sicht genommen, sondern sich auch geschickt weggeduckt.
Angesprochen auf das Ende seiner persönlichen langen Durststrecke meinte Rodriguez mit einem Lächeln: «Es war wieder mal Zeit, zu treffen.» Nach der frühen Roten Karte gegen Schottland und dem direkt darauf folgenden Führungstreffer sei es «angenehmer» zu spielen gewesen, als gedacht, so Rodriguez, denn die Schotten seien ein unangenehmer Gegner, der sehr gut verteidige.
...bald auch wieder vom Punkt?
Nun folgen zwei Heimspiele in Luzern, am Samstag gegen Slowenien und am Dienstag gegen Nordmazedonien. «Auch das werden keine einfachen Aufgaben. Aber wir spielen vor den eigenen Fans und sind super in Form», sagt Rodriguez, den sein 10. Tor im 146. Länderspiel derart beflügelt, dass er sich gar zutraut, wieder vom Punkt anzutreten.
Seit seinem Fehlschuss im Mai 2021 versuchte sich der Verteidiger nur noch einmal aus elf Metern: Im EM-Achtelfinal desselben Jahres scheiterte er am Franzosen Hugo Lloris. Es war sein dritter Fehlschuss in Folge im Dress des Nationalteams. Das alles scheint jedoch Schnee von gestern. «Der Trainer entscheidet, wer die Penaltys schiesst. Aber ich wäre bereit», lässt Rodriguez verlauten.